Thomas Bach wird bereits am Montag als Chef des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) zurücktreten.

Dies bestätigte der neue Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) am Mittwoch vor seiner Rückreise nach Deutschland.

"Am Montag werde ich im Rahmen der DOSB-Präsidiumssitzung meinen Rücktritt als Präsident einreichen" sagte er.

Interimspräsident des DOSB wird dann laut Satzung Hans-Peter Krämer, Vizepräsident Wirtschaft und Finanzen.

"Ich bleibe entweder bis zur Mitgliederversammlung Anfang Dezember in Wiesbaden im Amt oder ein Jahr länger bis zum Ende der Wahlperiode des aktuellen Präsidiums. Dies ist abhängig davon, wie schnell ein Nachfolger gefunden wird. Wenn dieser schon 2013 das Amt übernimmt, sollte es ein überzeugender Kandidat sein, bei dem ziemliche Sicherheit besteht, dass er 2014 im Amt bestätigt wird", sagt Krämer.

Zu den derzeit kursierenden Namen sagt Hans-Peter Krämer nichts. "Noch niemand hat offiziell erklärt, dass er für das Präsidentenamt kandidieren will. Vielleicht gibt es dazu kommende Woche in Frankfurt mehr."

DOSB-Vizepräsident Walter Schneeloch allerdings kann sich vorstellen, die Nachfolge von Bach anzutreten. "Einer neuen Herausforderung würde ich mich nicht verweigern", meinte der 66-Jährige auf Anfrage der "Rheinischen Post".

Zuvor hatte der Deutsche Olympische Sportbund in der Wahl von Thomas Bach zum neuen IOC-Chef keinen Nachteil für eine mögliche Münchner Bewerbung um die Winterspiele 2022 erkannt. Bachs internationaler Aufstieg habe "keinerlei negative Auswirkungen für eine mögliche Münchner Bewerbung. Das allgemeine Klima ist sehr positiv. Alle anderen Einschätzungen sind ein Wunschdenken von Gegnern", sagte Generaldirektor Michael Vesper am Mittwoch in Buenos Aires.

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