DSV-Präsident Alfons Hörmann plant keine Bewerbung für das Amt des DOSB-Präsidenten.

"Ich fühle mich im DSV wohl und akzeptiert und sehe keinerlei Grund, mich in die immer länger werdende Bewerberliste einzureihen", stellte Hörmann auf einem Pressetermin in Ruhpolding auf SPORT1-Nachfrage klar.

Hörmann wurde zuletzt neben DOSB-Generalsekretär Michael Vesper, DOSB-Vizepräsidentin Sport und Chefin des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV), Christa Thiel, und Rainer Brechtken, Präsident des Deutschen Turner-Bundes (DTB), als Kandidat für das Amt des DOSB-Präsidenten genannt.

Dieses hatte Thomas Bach niederlegen müssen, nachdem er am Dienstag zum IOC-Präsidenten gewählt worden war.

Hörmann forderte, dass die Nachfolgediskussion erst einmal innerhalb des DOSB geführt werden müsse.

"Da muss man sich die Frage stellen: Haben wir da jemanden, der unser Vertrauen hat und der die notwendigen Fähigkeiten hat? So läuft es in der freien Wirtschaft ja auch."

Nach Hörmanns Meinung müsse aber zunächst eine inhaltliche Diskussion statt einer personellen geführt werden.

"Es gibt strukturelle Defizite innerhalb des DOSB. Vor allem beim Punkt Rahmenbedingungen für den Leistungssport besteht dringender Handlungsbedarf", kritisierte er.

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