Der Deutsche Olympische Sportbund ist "jederzeit offen für sinnvolle gesetzliche Verschärfungen" im Anti-Doping-Kampf.

Das sagte DOSB-Generaldirektor Michael Vesper am Freitag nach der Sportministerkonferenz in Wiesbaden.

Vesper betonte, dass solche Vereinbarungen nicht das sogenannte "Strict-Liability-Prinzip" aushebeln dürften, demzufolge Sportler die Verantwortung für alle Stoffe tragen, die sich in ihrem Körper befinden. Ein Anti-Doping-Gesetz hatte der Dachverband stets abgelehnt.

Der Abteilungsleiter Sport im Bundesinnenministerium, Gerhard Böhm, wies unterdessen darauf hin, dass man in diesem Zusammenhang "die Vorzüge, die das Sportrecht bietet, nicht verlieren" dürfe.

Auch dürfe die internationale Sportgerichtsbarkeit nicht gefährdet werden, sagte Böhm.

Er kündigte an, dass sich auf Wunsch von Innenminister Hans-Peter Friedrich eine Gruppe von Experten mit dem Thema auseinandersetzen würde.

"Ich halte eine gesetzliche Verschärfung zur Dopingbekämpfung für unerlässlich", bekräftigte erneut Hessens Innenminister Boris Rhein (CDU) als Vorsitzender der Sportministerkonferenz.

Die Aufnahme des Strafbestands Dopingbetrug könne eine Maßnahme sein.

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