Vor seinem Amtsantritt als neuer IOC-Präsident wird Thomas Bach erwartungsgemäß eine Reihe seiner Tätigkeiten aufgeben.

"Am Montag wird der Tag vieler Rücktritte sein. Ich werde als Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes zurücktreten, werde meine Funktion im Internationalen Sportschiedsgerichtshof niederlegen müssen und werde als Präsident der arabisch-deutschen Industrie- und Handelskammer zurücktreten. Und ich glaube, es sind noch etwa ein Dutzend Positionen mehr", kündigte Bach im "ZDF-Sportstudio" an.

Der bisherige DOSB-Präsident war am vergangenen Dienstag in Buenos Aires als erster Deutscher zum Chef des Internationalen Olympischen Komitees gekürt worden. Wahlversprechen habe es aber nicht gegeben, auch nicht für den einflussreichen IOC-Spitzenfunktionär Scheich Ahmad al-Sabah, der Bach im Vorfeld unterstützt hatte.

Er werde mit einem weißen Blatt Papier nach Lausanne reisen.

In den Diskussionen um ein Anti-Doping-Gesetz bekräftigte Bach seine bisherige Haltung.

"Es gibt eine Anti-Doping-Gesetzgebung in Deutschland. Die steht nur im Arzneimittelgesetz. Ob das mit der Überschrift so geschickt war, darüber kann man diskutieren", ergänzte Bach. Diese Gesetzeslage sei mit denen in anderen europäischen Ländern vergleichbar, vielleicht mit dem einen Schritt sogar mehr.

Es gehe darum, das Umfeld der Athleten trocken zu legen.

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