DLV-Präsident Clemens Prokop hat "erhebliche juristische Bedenken", wie der Deutsche Olympische Sportbund die Nachfolge von Thomas Bach geregelt hat.

Der bisherige Vizepräsident Hans-Peter Krämer war am Montag nach einer Präsidiumssitzung des Dachverbandes als "amtierender DOSB-Präsident" präsentiert worden. DOSB-Chef Thomas Bach, der vergangenen Woche zum Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees gewählt worden war, hatte sein Amt zuvor abgegeben.

Prokop verwies auf den Paragrafen 17 der DOSB-Satzung, wonach bei einer Verhinderung des Präsidenten der Vizepräsident oder der Generaldirektor die Geschäfte fortführen.

"Der Grundsatz der Klarheit ist hier nicht erkennbar. Es kann nur einer sein", erklärte er.

Zudem sei ein Rücktritt wie bei Bach streng genommen keine Verhinderung.

Jurist Prokop hat diese Bedenken auch DOSB-Generaldirektor Michael Vesper mitgeteilt.

Prokops Einschätzung sei falsch, sagte Vesper: "Das war eine ganz pragmatische Entscheidung, die sachgerecht ist."

Krämer sei nicht nur das älteste, sondern auch das erfahrenste Präsidiumsmitglied und komme als Bach-Nachfolger bei der nächsten Wahl selbst nicht infrage.

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