Der Präsident des hessischen Landessportbundes hat IOC-Athletensprecherin Claudia Bokel als Nachfolgerin für den neuen IOC-Präsidenten Thomas Bach an der Spitze des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) ins Gespräch gebracht.

Die frühere Fecht-Weltmeisterin sei definitiv eine Kandidatin für die Präsidentschaft beim DOSB, sagte Rolf Müller der FAZ: "Sie ist jung, hat aber schon Erfahrung in Ämtern des Sports, ist eine erfolgreiche Athletin gewesen und besitzt Durchsetzungskraft."

Eine Entscheidung für Claudia Bokel (40) wäre "eine Zukunftslösung für den DOSB", sagte Müller. Er forderte die Kandidaten generell auf, ihren "Hut früh in den Ring" zu werfen: "Das läuft jetzt alles unter Zeitdruck ab, wer da zu lange zögert, kann leicht zu spät kommen."

Neben Bokel nannte Müller ein weiteres DOSB-Präsidiumsmitglied als möglichen Kandidaten: Rolf-Ingo Weiss, den Präsidenten des Deutschen Basketball Bundes (DBB).

Bisher hat nur DOSB-Vizepräsident Walter Schneeloch öffentlich gemacht, dass er das Präsidentenamt übernehmen würde.

Als interne Kandidaten gelten auch Christa Thiel, DOSB-Vize und Präsidentin des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV), sowie Rainer Brechtken, Chef des Deutschen Turner-Bundes (DTB).

Im Gespräch als externe Lösungen sind Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier für den Fall, dass er am Sonntag sein Amt verliert, und der frühere Manager des Fußball-Bundesligisten Werder Bremen, Willi Lemke.

Derzeit führt Interimspräsident Hans-Peter Krämer (72) den DOSB. Am 7. Dezember soll in Wiesbaden der neue Präsident für zunächst ein Jahr gewählt werden.

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