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Das IOC will sich offenbar an der Finanzierung der Gedenk- und Erinnerungsstätte für die Opfer des terroristischen Anschlags während der Olympischen Sommerspiele 1972 in München beteiligen.

Nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung (Mittwochausgabe) ist das IOC bereit, bis zu 250.000 Dollar (rund 185.000 Euro) zu dem Projekt beizusteuern.

Dies gehe aus einem Brief von Michael Vesper, dem Generaldirektor des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), an den bayerischen Kultusminister Ludwig Spaenle hervor.

IOC-Präsident Thomas Bach habe ihn autorisiert, diese Zusage zu machen, schreibt Vesper demnach.

Zuletzt hatte der Haushaltsausschuss des Bundestages auf Antrag der Koalitionsparteien Mittel in Höhe von 350.000 Euro bewilligt.

Auch der DOSB beteiligt sich mit 20.000 Euro. Die Gesamtkosten betragen rund 1,7 Millionen Euro. Konzipiert wird der Erinnerungsort von der Landeszentrale für Politische Bildungsarbeit in Bayern.

Als Standort ist der Olympiapark in München vorgesehen.

Bei dem Massaker während der Olympischen Spiele 1972 waren in München und Fürstenfeldbruck 17 Menschen ums Leben gekommen.

Bei der Geiselnahme am 5. September 1972 hatte die palästinensische Terrororganisation Schwarzer September elf Mitglieder der israelischen Olympiamannschaft als Geisel genommen.

Die Geiselnehmer verlangten die Freilassung von inhaftierten Terroristen. Nach einem missglückten Befreiungsversuch starben alle Geiseln, ein deutscher Polizist und fünf Terroristen.

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