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Die Anti-Doping-Agentur ist gefordert
Doping-Kontrollen sollen offenbar nicht verschärft werden © getty

Die unabhängige Steiner-Kommission sieht für ein neue Anti-Doping-Gesetzgebung in Deutschland keine Veranlassung.

"Im nationalen Raum der Bundesrepublik Deutschland stehen in ausreichendem Maße gesetzliche, administrative und vertragliche Grundlagen zur Bekämpfung von Doping im Sport zur Verfügung. Es kommt darauf an, sie in der Praxis auszuschöpfen", heißt es in dem 74-seitigen Bericht an den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB).

Der DOSB hatte den Bericht in Folge der umstrittenen Studien zur Aufarbeitung der Dopingvergangenheit in Westdeutschland angefordert.

Wie die Experten-Gruppe um den ehemaligen Bundesverfassungsrichter Udo Steiner feststellte, gebe es keinen "Königsweg" bei der Dopingbekämpfung. Quantität und Qualität seien in den letzten Jahren verbessert worden, allerdings habe kein Anti-Doping-Konzept jeden Einzelfall sicher im Griff, heißt es in der Studie.

Wichtig sei, dass die Nationale-Anti-Doping-Agentur (NADA) mit aller Kraft unterstützt werde - auch finanziell. Zudem sollten alle Sportverbände ihre Trainings- und Wettkampftests der NADA anvertrauen.

Die Studie mahnt auch dazu, die nationalen Spielräume bei den Nominierungskriterien für Wettkämpfe "athletenfreundlicher" zu gestalten und den Druck von den Athleten zu nehmen. Die Nominierungspraxis müsse "immer wieder auf ihre latente Wirkung hin geprüft werden, Doping anzureizen."

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