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Mit Kati Wilhelm (2.v.l.) und Dieter Thoma (r.)wirbt München für seine Bewerbung © imago

Die Bewerbung für die Olympischen Winterspiele kommt voran. DOSB-Präsident Bach ist zuversichtlich, ein Sponsor kommt hinzu.

München - Einen weiteren Sponsor präsentiert, großen Optimismus demonstriert: Die Münchner Bewerbung um die Olympischen Winterspiele 2018 kommt zwei Jahre vor der Vergabe immer mehr in Schwung.

Nachdem die Bewerbungs-Gesellschaft am Donnerstag im Münchner Rathaus die Sparkassen-Finanzgruppe als dritten nationalen Förderer vorgestellt hatte, unterstrich DOSB-Präsident Tomas Bach erneut die "sehr, sehr guten Chancen" der bayerischen Metropole.

"Wir konnten in den vergangenen Wochen und Monaten aus vielen Reaktionen sehen, dass unsere Bewerbung positiv beurteilt wird. Wir sehen mit großer Zuversicht nach vorne", sagte der Chef des Deutschen Olympischen Sportbundes.

Feierlaune und gutes Wetter

Auch zuletzt bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Berlin hätten über 50 Mitglieder des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) "mit viel Sympathie und Neugierde auf unsere Bewerbung reagiert. Wir werden bereits als Bewerber wahrgenommen."

Die Leute wüssten um die Wintersport-Begeisterung in Deutschland, "aber sie wissen inzwischen auch, dass wir Großereignisse nicht nur toll organisieren, sondern auch feiern können", führte Bach weiter aus.

Mit einem Schmunzeln fügte er an: "Nach der Fußball-WM 2006 und der Leichtathletik-WM 2009 meinen sogar alle, dass wir immer gutes Wetter haben."

80 Prozent Zustimmung

Erfreut hat der DOSB-Präsident die Unterstützung aus der Bevölkerung zur Kenntnis genommen.

Zuletzt hatten bei einer bundesweiten Umfrage 80 Prozent für Olympia 2018 in München votiert. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte die Bewerbung zu einer nationalen Angelegenheit erklärt und die Wirtschaft um Unterstützung gebeten.

Weitere 2,8 Millionen gesichert

Nach Automobilhersteller BMW und der Flughafen München GmbH hat nun auch die Sparkassen-Finanzgruppe der Bewerbung ihre finanzielle Unterstützung zugesichert.

2,8 Millionen Euro stellt das Unternehmen zur Verfügung. "Mit diesem Engagement können wir wieder einen Schritt nach vorne feiern", sagte Münchens Oberbürgermeister Christian Ude.

Zehn nationale Förderer als Ziel

Insgesamt müssen rund 30 Millionen Euro eingesammelt werden, um die Bewerbung bis zur Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) am 6. Juli 2011 in Durban erfolgreich gestalten zu können.

Ziel sind insgesamt zehn nationale Förderer. "Wir sind zuversichtlich, dass wir in diesem Jahr noch einen weiteren Förderer präsentieren und unsere Arbeit planmäßig fortsetzen können", sagte Richard Adam, Geschäftsführer der Bewerbungsgesellschaft.

Annecy und Pyeongchang als Konkurrenten

Bis Februar 2010 muss München dem IOC ein erstes Mini-Bewerbungsbuch vorlegen, ab Juni 2010 beginnt nach der Reduzierung der Interessenten auf drei offizielle Bewerber der Endspurt um Olympia 2018.

Derzeit haben das französische Annecy und das zuletzt zweimal in der Endausscheidung gescheiterte südkoreanische Pyeongchang ihr Interesse signalisiert. Auch Harbin/China denkt an eine Bewerbung. Meldeschluss ist der 15. Oktober.

Unterschied zu Berlin und Leipzig

Auf die Konkurrenz will Bach aber gar nicht groß schauen, ohne dabei überheblich klingen zu wollen. München würde ein harter Kampf bevorstehen, "aber die Vergangenheit hat gezeigt, dass man am ehesten Erfolg hat, wenn man sich auf die eigene Bewerbung konzentriert. Und München hat eine Menge zu bieten."

Dass München mit seinen Olympia-Plänen ähnlich kläglich wie Berlin oder Leipzig scheitern könnte, glaubt Bach nicht: "Wir haben die Weichen anders gestellt. München hat sehr viel bessere Chancen als die Kandidaten vorher."

Selbst wenn Madrid als europäischer Ausrichter den Zuschlag für die Olympischen Sommerspiele 2016 bekommen würde, sieht der IOC-Vize "unsere Chancen nicht beeinträchtigt.

Die IOC-Mitglieder können gut zwischen Sommer- und Winterspielen unterscheiden." Es würde auch den Schwung der Bewerbung nicht bremsen: "Im Gegenteil, das würde uns erst recht anstacheln."

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