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Von den 195 Millionen Einwohnern Brasiliens sind viele begeistert © imago

Erstmals findet die Olympiade in Südamerika statt. Brasiliens Präsident findet es wichtig, "Olympia demokratisch zu machen"

Kopenhagen - Rio de Janeiro richtet als erste südamerikanische Stadt Olympische Spiele aus.

"Lebt eure Leidenschaft", lautet die Vision der sechs Millionen Einwohner zählenden Metropole, die für Karneval, den Zuckerhut, die Christus-Statue, den berühmten Sandstrand im Stadtteil Copacabana und die große Armut in den über 1000 Slums sowie eine hohe Kriminalität bekannt ist.

"Es ist Zeit, Olympia demokratisch zu machen. Schwellenländer wie Brasilien haben das Recht, die Spiele auszurichten", sagt Staatspräsident Luiz Inacio Lula da Silva.

Der charismatische da Silva führte Rios Delegation bei der abschließenden Präsentation der Bewerbung an.

Olympia auch ein Risiko

Schon fünfmal scheiterte Rio mit einer Olympia-Bewerbung, im sechsten Anlauf nach 1936, 1940, 1960, 2004 und 2012 ist die pulsierende Metropole endlich am Ziel.

Zwei Jahre nach der Fußball-WM in Brasilien birgt Olympia an gleicher Stelle allerdings auch ein Risiko, wie Rogge einräumt: "Das könnte die Sponsorensuche erschweren."

Getragen wurde die Bewerbung von einer großen Unterstützung der Bevölkerung. Sie liegt laut IOC-Umfrage vom Frühjahr bei 85 Prozent.

Eröffnungsfeier im Maracana

33 Sportstätten sind in drei Zonen geplant, 18 davon bereits vorhanden.

Das berühmte Maracana-Stadion wird Schauplatz von Eröffnungs- und Schlussfeier, die Leichtathletik-Wettbewerbe finden im Joao-Havelange-Stadion statt.

Vom Olympischen Dorf sollen es nur zehn Minuten Autofahrt bis zum Olympiastrand sein, der für die Spiele den Athleten alleine gehört. Beachvolleyball findet am Sandstrand in Copacabana statt.

Die Kosten für Olympia sind aber auch immens. Veranschlagt ist ein Gesamtbudget von fast 14 Milliarden US-Dollar, vor allem der Ausbau der Infrastruktur wird riesige Summen verschlingen: 11,1 Milliarden Dollar.

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