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Die Olympischen Spiele fanden bereits 1964 in Tokio statt © imago

Nach der Pleite im Rennen um die Austragung der Olympischen Spiele 2016 bewirbt sich die japanische Hauptstadt nun um die Spiele 2020.

Tokio - Rund einen Monat nach der Niederlage im Rennen um die Austragung der Olympischen Spiele 2016 gegen Rio de Janeiro hat die japanische Hauptstadt Tokio eine erneute Bewerbung um die Austragung der Spiele 2020 bekanntgegeben.

"Tokio wird es noch einmal versuchen. Wir haben Probleme gehabt, in Schwung zu kommen", sagte Gouverneur Shintaro Ishihara in einem Zeitungsinterview.

Und weiter: "Es liegt in meiner Verantwortung, unsere Kandidatur bekanntzugeben."

Damit tritt Tokio in Konkurrenz zu den Städten Hiroshima und Nagasaki, die vor wenigen Tagen eine gemeinsame Bewerbung ins Auge gefasst hatten.

Signal gegen Atomwaffen

Im 75. Jahr nach dem Abwurf von Atombomben auf ihre Städte wollen die japanischen Metropolen Olympia zu einem Signal für eine Welt ohne Atomwaffen machen.

Tokio ist damit der zehnte Interessent für die Austragung der Spiele. Neben den drei japanischen Städten erwägt auch Dubai eine Kandidatur.

In Italien haben Rom sowie Venedig und Palermo eine Bewerbung ins Auge gefasst, in Südafrika erwägen Kapstadt und Durban ebenso eine Kandidatur wie Marokkos Hauptstadt Rabat.

Entscheidung 2013

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) wird 2013 über den Austragungsort der Spiele entscheiden. Die Bewerbungen müssen bis 2011 abgegeben werden.

Die Olympiabewerbung Tokios war eines der Schlüsselprojekte Ishiharas, dessen Amtszeit 2011 endet.

Dennoch ist davon auszugehen, dass der 77-Jährigen auch ohne Mandat großen Einfluss auf die Bewerbung hat.

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