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Usain Bolt sprintet der Konkurrenz im Juli in London über 200m davon © getty

Usain Bolt verbesserte im Mai den Weltrekord über 100m. Bei Olympia könnte der 21-Jährige gleich dreimal zu einer Goldmedaille sprinten.

München - Usain Bolt ist der neue Stern am Sprinterhimmel.

Schon zu Junioren-Zeiten war klar: Dieser junge Jamaikaner wird irgendwann im Konzert der Großen ein wichtige Rolle einnehmen.

Als erstem Junior gelang es ihm nämlich, die 200-Meter-Distanz unter 20 Sekunden zurückzulegen.

Trotz seines immer noch jugendlichen Alters von 21 Jahren war Bolt bereits bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen am Start und schied damals als 17-Jähriger aufgrund einer verschleppten Verletzung bereits im 200m-Vorlauf aus.

Bolt for Gold

In Peking soll nun alles besser werden, Bolt will Gold und die Chancen dazu könnten kaum besser sein.

Auch die Experten sind sich einig: Die Medaillen-Entscheidungen im Sprint führen nur über den Jamaikaner, der sich entschloss, neben den 200m auch die 100m sowie die 4x100m-Staffel in Angriff zu nehmen.

Carl Lewis' große Fußstapfen

Zudem kann Bolt der unmittelbare Nachfolger von Carl Lewis werden, dem es 1984 als letzten Sprinter gelang, das olympische Sprint-Triple (100m, 200m und 4x100m-Staffel) für sich zu entscheiden.

Bis zuletzt war unklar, ob Bolt überhaupt auf den 200m starten wird. Letztlich gab aber dessen Trainer Grünes Licht für einen Star über die halbe Stadiondistanz. "Er wird beide Strecken laufen", sagte Coach Glenn Mills.

Über 200m fast ohne Konkurrenz

Der Weg für Bolt zu Gold über die 200m-Strecke ist nahezu frei: Tyson Gay konnte sich nach einer Verletzung nicht qualifizieren, Asafa Powell tritt über die Distanz nicht an.

Auch auf den 100m ist Bolt derzeit das Maß aller Dinge. Der Jamaikaner hält nicht nur den im Mai in New York gelaufenen Weltrekord (9,72 Sekunden), sondern konnte auch mit zwei Zeiten von 9,76 Sekunden die besten Saison-Ergebnisse 2008 für sich verbuchen.

Dennoch tut Bolt gut daran, sich vor der Konkurrenz in Acht zu nehmen. Sprint-Kollege Gay lief in diesem Jahr die 100m in der unglaublichen Zeit von 9,68 Sekunden - allerdings war der Rückenwind zu stark, der Rekord wurde somit nicht anerkannt.

Tobias Schneider

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