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Ronaldinho (l.) erzielte gegen Neuseeland seinen ersten Treffer in Peking © getty

Ronaldinho führt Brasilien gegen Neuseeland zum zweiten Sieg in Peking. Italien ist im Rhythmus. Mehr Mühe hat Argentinien.

Peking - Angeführt von seinem überragenden Super-Star Ronaldinho hat Brasilien beim olympischen Fußball-Turnier endlich Samba getanzt.

Erzrivale Argentinien sind dagegen beim Tango fast die Füße eingeschlafen.

Während "Ronnie" die Selecao beim 5:0 (2:0) gegen Neuseeland mit zwei Toren zum zweiten Sieg in Folge und damit souverän ins Viertelfinale führte, mühte sich die Albiceleste gegen Australien zu einem 1:0 (0:0)-Sieg.

Trotz der wenig überzeugenden Leistung steht Argentinien jedoch ebenso bereits in der K.o.-Runde wie Italien nach dem 3:0 (2:0)-Erfolg gegen Südkorea.

Dunga lobt Ronaldinho

Trainer Dunga lobte nach der brasilianischen Gala den Kapitän.

"Vor dem Turnier war Ronaldinho vier Monate lang verletzt. Doch nun ist er wieder da. Langsam sehen wir sein Lächeln wieder", sagte er.

Der Bremer Diego, wie Schalkes Rafinha spät ausgewechselt, schwärmte von einem "großen Sieg", meinte aber: "Wir hätten uns ein paar Tore mehr erhofft - bei allem Respekt vor dem Gegner."

Belgien wahrt seine Chancen

Brasilien behauptete vor den abschließenden Vorrundenspielen am kommenden Mittwoch Platz eins in Gruppe C mit sechs Punkten.

Belgien hat nach dem 2:0 (1:0) gegen am Ende noch neun Chinesen gute Chancen auf Platz zwei. Wie Erzrivale Brasilien liegt Argentinien in Gruppe A mit sechs Zählern weiter vorne.

Die Elfenbeinküste ist nach dem 4:2 (2:1) über Serbien Zweiter. Italien führt die Gruppe D mit der Maximalausbeute vor Kamerun (1:0 gegen Honduras) an.

Frühe Führung

Brasilien eröffnete den Torreigen in Shenyang bereits in der dritten Minute, als Anderson einköpfte.

Ebenfalls per Kopf glückte Alexandre Pato das 2:0 (34.), ehe Ronaldinho auf den Plan trat.

Das 3:0 schoss er per Freistoß (54.), danach verwandelte er einen an ihm verschuldeten Foulelfmeter (61.). Rafael Sobis (90.+3) traf zum 5:0.

Rekord für Argentinien

Bayern-Legionär Jose Sosa sah bis zu seiner Einwechselung in der 87. Minute tatenlos zu, wie sich Argentinien gegen die Aussies lange vergeblich mühte.

Der Treffer von Ezequiel Lavezzi erlöste den Olympiasieger von 2004 in der 77. Minute und bedeutete einen Rekord: Wie Uruguay (1924-1928) und Ungarn (1952 und 1960) hat Argentinien seit 2004 acht Olympia-Begegnungen in Folge gewonnen.

"Es war hart für uns, wir hatten große Probleme", gab Trainer Sergio Batista zu.

Italien souverän

Italien hatte derweil leichtes Spiel. Giuseppe Rossi (16.) und Tommaso Rocchi (32.) stellten die Weichen früh auf (Gruppen)-Sieg.

Riccardo Montolivo (90.+1) schoss das 3:0. Hinter der Squadra Azzurra hat Kamerun mit vier Punkten gute Karten für die K.o. -Runde.

Stephane Mbia sicherte mit seinem Tor das 1:0 (0:0) gegen Honduras (74.).

USA sorgen für Überraschung

Eine Überraschung gelang den USA in Gruppe B durch das 2:2 (0: 1) gegen die Niederlande.

Nach dem frühen Rückstand - Ryan Babel traf (16.) - drehten zunächst die US-Boys Sacha Kljestan (64.) und Jozy Altidore (72.) den Spieß um. Gerald Sibon (90.+3) sicherte Oranje noch den Ausgleich.

Der eingewechselte Ex-Bayern-Profi Roy Makaay konnte die Pleite nicht mehr abwenden. Die USA sind mit sechs Punkten durch, Nigeria nach dem 2:1 (0:0) gegen Japan mit vier Zählern Gruppenzweiter.

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