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Polizisten verlassen den Tatort der Messerattacke am Samstag © getty

Der tödliche Angriff auf einen US-amerikanischen Touristen war laut den chinesischen Behörden eine Verzweiflungstat.

Peking - Der Mörder des amerikanischen Olympia-Touristen Todd Bachman hat nach Ansicht der Polizei aus "Verzweiflung über die Fehlschläge" in seinem Leben gehandelt.

Der 47 Jahre alte Tang Yaoming, der nach dem Attentat am vergangenen Samstag Selbstmord begangen hatte, habe seinen "Ärger an der Gesellschaft auslassen" wollen und dabei "individuelles, extremes Verhalten gezeigt".

Das teilten die Behörden seiner Heimatstadt Hangzhou in Ostchina nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur "Xinhua" mit.

Der nicht vorbestrafte Tang war zweimal geschieden. Sein 21 Jahre alter Sohn wurde Anfang des Jahres wegen Diebstahls zu einer sechsmonatigen Gefängnisstrafe verurteilt.

Sohn verschwendet 20.000 Euro

2006 war Tang in ein gemietetes Haus gezogen, nachdem er zuvor sein Appartement für umgerechnet 20.000 Euro verkauft hatte.

Das Geld wurde von seinem Sohn verschwendet. Am 1. August hatte Tang sein Haus aufgegeben und seinem Sohn mitgeteilt, dass er die Stadt verlasse. Seine Arbeit in einer Fabrik in Hangzhou hatte er vor kurzem gekündigt.

Mit einem Messer attackiert

Tang hatte am Samstag vor dem historischen Trommelturm in der Innenstadt von Peking Todd Bachman mit einem Messer attackiert und getötet und dessen Frau Barbara und die Fremdenführerin der Familie lebensgefährlich verletzt.

Anschließend stürzte sich der Täter von dem 45 Meter hohen Gebäude in den Tod.

Tochter kommt mit Schrecken davon

Die Tochter des Ehepaars, Elisabeth, kam bei dem Angriff mit dem Schrecken davon. Sie ist mit dem Cheftrainer der US-Volleyballer, Hugh McCutcheon, verheiratet und stand 2004 in Athen im amerikanischen Volleyball-Team.

Barbara Bachman war noch am Samstag acht Stunden lang operiert worden. Sie befindet sich nach Angaben des Nationalen Olympischen Komitees der USA (USOC) derzeit in einem ernsten, aber stabilen Zustand.

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