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Britta Heidemann wurde 2007 mit dem Degen Weltmeisterin © getty

Eine verpatzte Generalprobe ist für viele ein gutes Omen für den eigentlichen Auftritt.

München - Das hoffen auch die deutschen Fechter für die Olympischen Spiele.

Denn bei der EM im Juli in Kiew staubten die Athleten auf der Planche lediglich zwei dritte Plätze ab.

In Peking wollen Heidemann, Joppich und Co. nun endgültig aus dem Schatten solch erfolgreicher Olympioniken wie Arnd Schmitt oder Anja Fichtel treten. "Wir haben im Einzel ein Potenzial wie schon seit 20 Jahren nicht mehr", sagt auch der Präsident des Deutschen Fechter-Bunds, Gordon Rapp.

"Wir erwarten von den Sportlern nicht zu viel, wenn wir glauben, dass sie sich nach vorne durchkämpfen können."

Aushängeschild Heidemann

Doch bislang liefen die Fecht-Wettbewerbe nicht nach Plan, die Medaillenränge waren noch nicht in Reichweite. Am Mittwoch (ab 7 Uhr LIVE ) greifen aber die aktuellen Stars der deutsche Fechtszene ins Olympische Turnier ein.

Größtes Aushängeschild der Fechter ist derzeit Britta Heidemann, für die die Spiele in Peking etwas ganz besonderes sind.

Nicht nur, weil die Degenfechterin als Weltmeisterin von 2007 eine der Favoritinnen am Mittwoch auf die Goldmedaille ist.

Die 25-Jährige studiert chinesische Regionalwissenschaften, ihr Abschluss steht kurz bevor.

Baldini unter Verdacht

Heidemann war schon mehrmals in China und ist bei den Chinesen äußerst beliebt, und das nicht nur weil sie die Sprache spricht. Die Kölnerin ist eine der Fürsprecherinnen für die Spiele in Peking - aller Kritik im Vorfeld zum Trotz.

Für die deutschen Florett-Männer geht mit Peter Joppich ebenfalls ein amtierender Einzelweltmeister an den Start, und seine Chancen auf Edelmetall sind in den vergangenen Tagen sogar noch gestiegen.

Allerdings verdankt er sein Nachrücken schlechten Nachrichten: Vize-Weltmeister Andrea Baldini geriet kurz vor den Spielen unter Dopingverdacht und wurde aus dem italienischen Kader gestrichen.

Joppich stapelt tief

Joppich erhält dadurch in der 1. Runde ein Freilos, trotzdem stapelt der 25-Jährige wenn es um seine Favoritenrolle geht tief.

"Die Weltspitze ist eng beieinander und es entscheiden oft nur Nuancen zwischen Sieg und Niederlage. Es kommt daher auf die Tagesform und die Gegner an, um eine Medaille zu gewinnen", so der Fechter.

Am Mittwoch wird die Tagesform hoffentlich stimmen, denn dann sollte auch die Fecht-Mannschaft die eigenen Erwartungen erfüllen.

Jessica Pulter

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