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Keine Pause für die Anführer: Chris Kaman (l.) und Dirk Nowitzki © imago

Bleibt die deutsche Nationalmannschaft bei den Olympischen Spielen weiter in der Erfolgsspur?

Von Wolfgang Kleine

München/Peking - Nach dem klaren 95:66-Erfolg über Angola setzte es am Dienstag im zweiten Gruppenspiel gegen Griechenland eine Niederlage.

Bundestrainer Dirk Bauermann hatte schon vorher gewarnt: Die Niederlage der Griechen gegen die Spanier sieht er eher als Motivation für den Gegner.

"Vom Papier her sah es sicher lange Zeit nicht so gut für uns aus wie im Moment. Die Griechen spielen ohne Papdopoulos, wir mit Chris Kaman. Insofern hat sich das Gewicht unter den Körben zu unserem Vorteil verschoben", sagte Bauermann zwar.

Das ändere aber nichts an der originären Stärke der Griechen, ihrer aggressiven Verteidigung, so der DBB-Coach weiter:

"Außerdem haben sie für das Spiel massive Kritik aus Griechenland einstecken müssen, so dass ich sie mit großem Biss und Wut im Bauch erwarte."

Kaman lässt Zukunft offen

Doch gerade Chris Kaman, der erst auf Bitten von Superstar Dirk Nowitzki nach seiner Einbürgerung ins DBB-Team kam, sorgt im Vorfeld des Spiels für Aufsehen.

Der NBA-Center der Los Angeles Clippers setzt im Interview mit "FIBA.com" nicht nur Dirk Nowitzki unter Zugzwang, sondern auch Bundestrainer Bauermann und die DBB-Verantwortlichen.

Kaman, der deutsche Urgroßeltern hat, sagt: "Falls Dirk im nächsten Jahr eine Auszeit nimmt, werde ich mir überlegen, ob ich in der deutschen Nationalmannschaft spiele."

Hoffen auf Dirk

Er hofft aber, dass Nowitzki weiterspielt. "Wenn, dann werde ich sicher auch spielen. Das ist sicher", stellt Kaman klar.

Anders sähe es aus, wenn der Mavs-Superstar nicht bei der EM in Polen dabei sein will:

"Dirk und ich haben miteinander gesprochen. Und da erklärte er mir, dass er die Auszeit benötigen würde. Wenn das eintrifft, müsste ich noch einmal nachdenken und ein Gespräch mit Trainer Bauemann führen."

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