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Bremens Diego (M.) erzielte in Peking seinen ersten Treffer für Brasilien © getty

Alle Favoriten haben den Einzug ins Viertelfinale geschafft. Diego trifft für die "Selecao", Holland benötigt Schützenhilfe.

Peking - Die Goldkandidaten Brasilien und Argentinien mit Stil, Italien im Schongang und die Niederlande mit reichlich Glück.

Die favorisierten Teams haben sich in der Vorrunde des olympischen Fußballturniers durchgesetzt und fast alle als Gruppensieger das Viertelfinale erreicht.

Nur Oranje wurde Zweiter hinter Nigeria und muss nun in der K.o.-Runde am Samstag gegen Argentinien ran.

Brasilien gegen Kamerun

Die Gauchos behaupteten Platz eins der Gruppe A dank eines 2:0 (1:0) gegen Serbien, das ebenso ausschied wie Australien aufgrund der 0:1-Niederlage gegen die Elfenbeinküste.

Die Afrikaner müssen in der Runde der letzten Acht gegen Nigeria ran.

Brasilien, nach dem 3:0 (1:0) gegen China souverän Erster der Gruppe C, spielt gegen Kamerun. Zum Gigantenduell gegen Erzrivale Argentinien kommt es dann - einen Erfolg beider Teams vorausgesetzt - im Halbfinale.

Diego trifft

Auf dem Weg dorthin muss Italien gegen Belgien antreten, das sich mit einem 1:0 (1:0) gegen zehn Neuseeländer in Gruppe C auf Platz zwei hinter den Brasilianern und zum letzten Viertelfinal-Ticket zitterte.

Bundesliga-Legionär Diego von Werder Bremen nach Doppelpass mit Kapitän Ronaldinho (18.) und Thiago Neves (69./73.) trafen für die Selecao, die als einziges Team neben Argentinien alle drei Spiele der Vorrunde gewann.

Der Schalker Rafinha wurde wie einige andere Stammspieler zunächst geschont und erst sieben Minuten vor Schluss eingewechselt. Er soll gegen den Willen des Klubs in China bleiben.

Messi wird geschont

Auch Argentinien gönnte einigen Spielern eine Pause.

Superstar Lionel Messi sah die Tore von Ezequiel Lavezzi (13., Foulelfmeter) und Diego Buonanotte (84.) so nur von der Bank aus.

Einen weiteren Strafstoß von Angel di Maria wehrte Vladimir Stojkovic ab. Serbiens Coach Ratomir Dujkovic wollte nicht auf den Berliner Gojko Kacar verzichten und hat so den Streit zwischen Klub und Verband um die Abstellung des Profis verschärft.

Sibon rettet Oranje

Mit einem späten Elfmetertor hat der Ex-Nürnberger Gerald Sibon die niederländische Elftal vor dem drohenden Vorrundenaus bewahrt.

Der Stürmer traf beim 1:0 (0:0)-Sieg gegen Japan in der 74. Minute per Strafstoß und sicherte Oranje Platz zwei in Gruppe B hinter den Nigerianern, die zehn US-Amerikaner 2:1 (1:0) bezwangen.

Michael Orozco hatte schon nach drei Minuten Rot gesehen.

Italien souverän weiter

In der Gruppe D sicherte sich erwartungsgemäß Favorit Italien Rang eins.

Wie Brasilien blieben die Azzurri auch im dritten Spiel ohne Gegentor, gegen zehn Kameruner taten sie sich aber sehr schwer.

Georges Mandjeck (VfB Stuttgart) sah zu Unrecht die Rote Karte. "Das war die schlechteste Partie bei den Olympischen Spielen. Jeden dritten Tag zu spielen, ist eben hart", sagte Italiens Trainer Pierluigi Casiraghi über die enttäuschende Leistung.

Casiraghis Elf hatte zudem Glück, als Torwart Emiliano Viviano gleich zu Beginn des Spiels einen Handelfmeter von Aurelieu Chedjou hielt.

Die Viertelfinalspiele im Überblick:

Brasilien - Kamerun in Shenyang

Italien - Belgien in Peking

Argentinien - Niederlande in Shanghai

Nigeria - Elfenbeinküste in Qinhuangdao

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