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Matthias Witthaus spielt seit neun Jahren für Deutschland © imago

Die Hockey-Herren spielen trotz einer Führung am Ende nur unentschieden. Witthaus und Weißenborn zeigen spektakuläre Aktionen.

Peking - Angstgegner Belgien hat die deutschen Hockey-Herren erneut geärgert.

Im Kampf um den Halbfinaleinzug bei den Olympischen Spielen in Peking kam der Weltmeister in seinem zweiten Gruppenspiel trotz zahlreicher Großchancen nicht über ein 1:1 (1:1) gegen den EM-Dritten hinaus.

Matthias Witthaus (19.) brachte die Mannschaft von Bundestrainer Markus Weise zwar in Führung, Cedric Chardier (21.) glich jedoch fast postwendend aus.

Vor den noch ausstehenden drei Gruppenspielen gegen die vermeintlich stärksten Kontrahenten war das unglückliche Remis ein kleiner Rückschlag.

Nächster Gegner am Freitag (20.30 Uhr/14.30 MESZ) ist Südkorea, das nach seiner Auftaktpleite gegen Neuseeland ebenfalls unter Druck steht.

Deutschland mit hohem Tempo

Mit den Belgiern hatte das deutsche Team nach der 3: 4-Niederlage im "kleinen Finale" bei der Europameisterschaft 2007 in Manchester noch eine Rechnung offen.

"Die Jungs sind unheimlich heiß", sagte Teammanager Jochen Heimpel vor der Partie, "sie wollen diese Scharte unbedingt auswetzen."

Dementsprechend begann die Partie. Deutschland spielte von Anfang an mit hohem Tempo Richtung belgisches Tor.

Zeller im Pech

Insbesondere Matthias Witthaus und Tibor Weißenborn sorgten immer wieder mit spektakulären Aktionen für Gefahr in der gegnerischen Hälfte.

Schnell holten sie so zwei Strafecken raus, bei denen Schütze Christopher Zeller großes Pech hatte. Sein erster Versuch landete am linken Außenpfosten (5.), der zweite prallte von der Unterkante der Latte auf die Torlinie. Bei beiden Schüssen war der belgische Schlussmann Cedric de Greve bereits geschlagen.

Witthaus trifft

In der 19. Minute wurde die gute Leistung des deutschen Teams aber doch belohnt. Nach einem Konter spielte Carlos Nevado Witthaus frei, der mit seinem Rückhandschuss de Greve tunnelte.

Die verdiente Führung hielt jedoch nur drei Minuten. Chardier konnte nach einer Abwehraktion von Torwart Max Weinhold zum Ausgleich abstauben, Max Müller auf der Torlinie erreichte die Kugel nicht mehr.

Fürste trifft den Pfosten

In der Folge wurde der belgische Torwart zum besten Spieler seiner Mannschaft. Er parierte gegen Witthaus (30.) und Moritz Fürste (38., 42.) großartig.

Fürste hatte außerdem Pech, als er in der 42. Minute nur den Pfosten traf. Bereits der dritte Aluminiumtreffer für das deutsche Team.

Zahlreiche Großchancen

In der Folge suchten beide Teams die Entscheidung. Auch die Belgier spielten nun wieder offensiver nach vorne und wurden mit zunehmender Spielzeit immer gefährlicher.

Die Partie wogte hin und her, vor beiden Toren gab es zahlreiche Großchancen, auch Weinhold musste sich einige Male auszeichnen.

Nach Ablauf der Spielzeit mussten die Deutschen noch einmal die Luft anhalten, als Belgien eine Strafecke zugesprochen bekam, die allerdings nichts mehr einbrachte.

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