vergrößernverkleinern
Steffen hält den Europarekord über 100 Meter Freistil © getty

Gibt es doch noch eine Medaille für die deutschen Schwimmer im Becken des Aquatic Centers? Britta Steffen lässt hoffen.

Peking - Die WM-Dritte Britta Steffen hat ihre Chancen auf Olympia-Gold in Peking gewahrt.

Die Berlinerin schwamm in ihrer Paradedisziplin 100 m Freistil als Sechste ins Finale am Freitag.

Glanzlichter waren der Triumph des Franzosen Alain Bernard über 100 m Freistil bei den Männern sowie Chinas Doppelsieg über 200 m Schmetterling der Frauen.

"Zufrieden" zeigte sich Steffen nach ihrem Einzug in den Endlauf, obwohl sie etwas zittern musste.

"Ich habe gedacht, ein dritter Rang in meinem Vorlauf würde locker reichen, aber am Ende wurde es noch einmal knapp", sagte die 24-Jährige, die für den dritten Finalplatz des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) sorgte.

Trickett-Lenton im Glück

Steffen haderte mit ihrer Zeit von 53,96 Sekunden - knapp eine Sekunde über ihrem Europarekord (53,05).

"Das liegt einfach an der frühen Startzeit am Morgen. Aber das Problem haben auch alle anderen", erklärte Steffen.

Ihre große Konkurrentin Lisbeth Trickett-Lenton (Australien) entging nur knapp und mit viel Glück dem vorzeitigen Aus.

Die Weltmeisterin und Weltrekordlerin qualifizierte sich als Achte nur deshalb für den Endlauf, weil die Chinesin Pang Jiaying als Vorlaufschnellste wegen eines Frühstarts disqualifiziert wurde.

Dallmann scheidet aus

Die Heidelbergerin Petra Dallmann (55,05) schied als 13. aus.

Helge Meuuw scheiterte nach seinem blamablen Vorlauf-Aus auf seiner ehemaligen Europarekordstrecke 100 m Rücken auch im Halbfinale über die doppelte Distanz.

Der Frankfurter (2:00,97) verlor das Ausschwimmen gegen den Russen Arkadi Wjattschanin (1:57, 75), nachdem beide zuvor Platz acht belegt hatten.

Poleska enttäuscht

Auch Anne Poleska scheiterte über 200 m Brust an der Halbfinal-Hürde.

Die Dritte von 2004 in Athen kam in 2:26,71 Minuten lediglich auf Platz 10. Einen Europarekord stellte die Österreicherin Mirna Jukic mit einer Zeit von 2:23,76 Minuten auf.

Bernard gewinnt 100 Meter Freistil

Im Finale über die "Königsdisziplin" 100 m Freistil lieferten sich die Erzrivalen Eamon Sullivan (Australien) und Alain Bernard (Frankreich) ein packendes Duell um Gold.

Am Ende siegte Bernard in 47,21 Sekunden vor Sullivan (47,32), der seinen Weltrekord aus dem Halbfinale (47,05) nicht abrufen konnte.

Dritter wurden zeitgleich Jason Lezak aus den USA und Cesar Cielo Filho aus Brasilien (je 47, 67). Der Niederländer Pieter van den Hoogenband verpasste als Fünfter (47,75) den anvisierten Gold-Hattrick bei drei aufeinanderfolgenden Spielen.

Chinesischer Jubel

Für einen Jubel-Sturm im mit 17.000 Zuschauern gefüllten "Wasserwürfel" sorgte der chinesische Doppel-Sieg über 200 m Schmetterling der Frauen. Zige Liu setzte sich mit Weltrekord in 2: 04,18 Minuten vor Liuyang Jiao (2:04,72) durch und holte das erste Schwimm-Gold in Peking für den Gastgeber.

Bronze ging an die australische Weltmeisterin Jessicah Schipper (2:06,26).

Seinen doppelten Gold-Triumph von Athen hat der Japaner Kosuke Kitajima wiederholt.

Nach seinem Sieg über 100 m Brust gewann der 25-Jährige (2:07,64) auch das Rennen über die 200-m-Distanz vor dem Australier Brenton Rickard (2:08,88) und dem Franzosen Hugues Dubosq (2:08,98).

Phelps standesgemäß

In der 4x200-m-Freistilstaffel der Frauen triumphierte das australische Quartett, das in 7:44,31 Minuten gleich 5,78 Sekunden unter der alten Bestmarke der USA blieb.

Italien verpasste als Vierter zwar das Podium, konnte sich aber mit einem Europarekord (4: 49,76) trösten.

Superstar Michael Phelps ebnete unterdessen den Weg zu seinem insgesamt zwölften Olympiasieg. Der 23-jährige Amerikaner qualifizierte sich über 200 m Lagen in 1:57,70 als Zweitschnellster hinter seinem Landsmann Ryan Lochte (1:57,69) für das Finale am Freitag.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel