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Im Mai 2008 hatte Pfeilschifter noch den Weltrekord aufgestellt © getty

Nach der Attacke der erfolglosen Schützin Sonja Pfeilschifter gegen den Bundestrainer hat sich nun der Sportdirektor positioniert.

Peking - Nach der Attacke von Sonja Pfeilschifter hat sich die Führung des Deutschen Schützenbundes klar hinter Gewehr-Bundestrainer Claus-Dieter Roth gestellt.

"Roth bleibt die nächsten Jahre Bundestrainer. Egal, ob mit oder ohne Sonja", sagte Sportdirektor Heiner Gabelmann.

Zugleich kündigte er eine Aussprache mit den Streithähnen an.

Pfeilschifter hatte nach ihrer erneuten olympischen Pleite Chefcoach Roth heftig angegriffen und indirekt seinen Rücktritt gefordert.

17. im Dreistellungskampf

"Es kotzt mich an, dass er seinen Frust an uns auslässt, jetzt, wo sein Stuhl wackelt", sagte Weltrekordlerin Pfeilschifter nach ihrem 17. Platz im Dreistellungskampf.

Roth habe in den letzten fünf Tagen nicht einmal mit ihr geredet, habe sich vor Olympia aber in ihren Erfolgen gesonnt und schiebe den Misserfolg jetzt auf andere.

"Mit den Extrawürsten ist es jetzt genug"

Roth hatte zuvor offen kritisiert, dass Pfeilschifter sich abseits vom deutschen Schützenteam auf Olympia vorbereitet hatte.

Das sei dem Teamgeist abträglich, nach Peking werde es derlei Sonderwege nicht mehr geben: "Mit den Extrawürsten ist es jetzt genug, die letzte ist angebrannt."

Die 37-Jährige will trotz ihres auch beim vierten Anlauf erfolglosen Angriffs auf eine Olympiamedaille und der Kritik an Roth ihre Karriere bis Olympia 2012 fortsetzen.

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