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Steffen hält den Europarekord über 100 Meter Freistil © getty

Nach ihrem Finaleinzug über 100 Meter gibt Britta Steffen den Druck weiter. Doch der Bundestrainer traut ihr den Weltrekord zu.

Peking - Als Britta Steffen der Einzug in den Endlauf um Gold gelungen war, machte sie sich klein wie eine Maus.

Doch Sportdirektor Örjan Madsen traut dem deutschen Schwimm-Star auf der letzten Etappe zum Olympiasieg den großen Coup zu.

"Britta hat im Halbfinale gepokert", behauptete Madsen und bekräftigte: "Sie ist in der Lage Weltrekord zu schwimmen."

Laut Madsen will die 24 Jahre alte Berlinerin im wichtigsten Rennen ihrer Karriere lieber auf einer äußeren Bahn starten und hatte deshalb etwas Tempo rausgenommen.

"Absolut fit"

"Und so etwas macht man nur, wenn man sich stark fühlt. Sie ist körperlich absolut fit und auch mental stabil", erklärte der Sportdirektor und Cheftrainer des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV).

Steffen dagegen versuchte in den Katakomben des "Wasserwürfels" dagegen den Eindruck zu erwecken, als traue sie sich gar nichts zu.

"Ich denke, dass Lisbeth Trickett uns im Endlauf alle in Grund und Boden schwimmen wird", sagte die WM-Dritte über die Weltmeisterin und Weltrekordhalterin aus Australien. Am Tag zuvor hatte die Berliner schon behauptet, dass sie sich von dem Gedanken an eine Medaille verabschiedet habe.

Mit Handbremse ins Finale

Taktisches Geplänkel oder nicht - fest steht, dass Steffen mit angezogener Handbremse in 53,96 Sekunden als Sechste in den Endlauf schwamm.

Ihre große Rivalin Trickett entging dagegen nur knapp und mit viel Glück dem Aus im Halbfinale, weil die Chinesin Pang Jiaying als Schnellste wegen eines Frühstarts disqualifiziert wurde.

Steffen machte den dritten deutschen Finaleinzug nach der 4x100m-Freistilstaffel und Europameister Paul Biedermann perfekt.

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