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Schalkes Geschäftsführer Peter Peters erhebt schwere Vorwürfe © getty

Finanzielle Entschädigung statt Ad-hoc-Verfahren: Schalkes Rafinha darf weiterhin am olympischen Fußballturnier teilnehmen.

Gelsenkirchen/Peking - Fußball-Bundesligist Schalke 04 hat im Streit um die Olympia-Teilnahme von Rafinha auf ein Ad-hoc-Verfahren des Internationalen Sportgerichtshof (CAS) in Peking verzichtet.

Der Brasilianer kann damit weiter am olympischen Fußballturnier teilnehmen. Stattdessen will der Klub in einem Berufungsverfahren in Lausanne Schadenersatz erstreiten.

"Es geht nicht mehr darum, dass der Spieler nicht eingesetzt werden soll, sondern um die Feststellung, dass der brasilianische Verband gegen die Regularien verstoßen hat und deshalb zu bestrafen ist, und um das Gehalt des Spielers während seiner Abwesenheit", sagte Rechtsanwalt Theo Paeffgen, der die Schalker vertritt.

Verhandlung erst nach Olympia

Die Ad-hoc-Kammer in Peking ist nach Paeffgens Einschätzung nicht zuständig. Die Berufungsverhandlung in Lausanne wird voraussichtlich erst nach den Olympischen Spielen stattfinden.

In einem ersten Verfahren hatte der CAS Schalke Recht gegeben und erklärt, dass Rafinha nicht abgestellt werden muss. Der Bundesligist rief seinen Profis allerdings nicht zurück, sondern knüpfte den Verbleib in China an die Bedingung, dass der brasilianische Verband CBF eine Versicherung abschließt und Abstellungsgebühren entrichtet.

Darauf ging der CBF nicht ein.

"Unmöglicher Zustand"

Schwere Vorwürfe erhob Schalkes Geschäftsführer Peter Peters. An die Adresse des Fußball-Weltverbandes FIFA und des Internationalen Olympischen Komitees sagte er: "Es ist ein unmöglicher Zustand, dass die beiden größten Sportverbände der Welt einen erwiesenen Rechtsbruch tolerieren."

Ebenfalls auf Schadenersatz klagt auch Hertha BSC Berlin wegen des Olympia-Einsatzes von Gojko Kacar. Der Mittelfeldspieler ist mit Serbien nach der Vorrunde ausgeschieden und wird zum Bundesliga-Start wieder in Berlin erwartet.

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