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Die deutschen Volleyball-Männer gewannen in der World League elf von 14 Spielen © getty

Das DVV-Team tankt bei der Weltliga Selbstvertrauen. Der Fokus liegt nun auf London, die Vorbereitungszeit dafür ist begrenzt.

Berlin/Sofia - Im Endspiel um den Jackpot von einer Million US-Dollar waren die deutschen Volleyballer zwar nur Zuschauer, trotzdem überwog bei den Schmetterkünstlern nach ihrer ersten Teilnahme an der Weltliga-Endrunde die pure Freude.

"Wir haben jede Erwartung übererfüllt. Wir sind noch immer auf Wolke sieben", sagte Bundestrainer Vital Heynen.

Zwar konnte selbst ein völlig unerwarteter Erfolg gegen Olympiasieger USA (3:2) wegen einer Niederlage gegen Gastgeber Bulgarien (1:3) das Vorrunden-Aus nicht verhindern, doch Platz fünf in Sofia brachte neben 75.000 Dollar Preisgeld (ca. 61.000 Euro) die mit Abstand beste deutsche Platzierung in der 23-jährigen Weltliga-Geschichte.

"Wir haben in der World League von 14 Spielen elf Spiele gewonnen, das ist unglaublich", sagte Heynen.

Vor allem mit Blick auf Olympia in London (27. Juli bis 12. August) weckt die Leistung Hoffnungen auf ein gutes Abschneiden beim Jahreshöhepunkt.

Nur neun Tage Vorbereitungszeit

Doch Heynen, erst seit vier Monaten im Amt, dämpft die Euphorie: "Wir sind eine der am schlechtesten vorbereiteten Mannschaften für London. Das liegt aber nicht am DVV oder anderen Dingen, sondern schlicht am Spielplan."

Gerade neun Tage würden für die spezielle Vorbereitung auf die Sommerspiele bleiben. Und obwohl viele Leistungsträger seit September 2011 fast ununterbrochen und ohne Urlaub am Spielbetrieb teilnehmen, will die Auswahl des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) die hohe Belastung nicht als Ausrede gelten lassen.

"Wir versuchen, aus dieser Situation das Beste zu machen", sagte der Belgier: "Es ist Zeit, dass wir einige Tage Ruhe bekommen."

Feinschliff für Olympia

Nach der offiziellen Einkleidung in Mainz und fünf freien Tagen steht in einer Woche ein letzter Lehrgang im Bundesleistungszentrum in Kienbaum bei Berlin auf dem Programm.

Danach soll bei einem Turnier in Polen der Feinschliff für die Sommerspiele erfolgen, ehe es anschließend in die englische Metropole geht. Dort warten in der Vorrundengruppe B Brasilien, Russland, die USA, Serbien und Tunesien.

Für das Erreichen der nächsten Runde muss die DVV-Auswahl mindestens Vierter werden.

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