60.000 Kilometer: Auf der Rikscha nach London
London - Der chinesische Bauer Chen Guanming hat für die Spiele eine zweijährige und über 60.000 Kilometer lange Reise durch 16 Länder hinter sich gebracht - und das auf einer Rikscha.
Das zumindest behauptete der 57-Jährige nach der Ankunft mit seinem Dreirad in der englischen Metropole. Guanming wäre damit 1,5 Mal um die Erde gefahren.
"Ich wollte rechtzeitig zur Eröffnungsfeier ankommen", sagte der Chinese: "Dafür habe ich Überschwemmungen und extrem heiße und kalte Temperaturen überstanden."
Einen Nachweis für seine unglaubliche Reise seit Juli 2010 von China nach London hat der rüstige Bauer mit weißem Haar und Bart nicht parat, der TV-Sender "BBC" zeigte aber Bilder von einem Pass voller Visa-Einträge.
Den Olympischen Gedanken verbreiten
Zudem gibt es Fotos mit seiner Rikscha vor diversen internationalen Sehenswürdigkeiten wie beispielsweise dem Eiffelturm.
Auslöser der verrückten Idee war laut Guanming ein Bild vor vier Jahren bei der Schlussfeier der Olympischen Spiele in Peking, als der Londoner Bürgermeister Boris Johnson die Olympische Flagge übernahm.
Mit seiner Abenteuerreise wollte er "den olympischen Gedanken verbreiten", erklärte Guanming. Er habe bei dieser Mission auch nicht vor Kriegsgebieten halt gemacht.
SPORT1 hat weitere Besonderheiten und Kuriositäten rund um die Olympischen Sommerspiele (täglich im LIVE-TICKER) zusammengefasst:
• McCartney rettet Elefant in Indien
Sir Paul McCartney hat seine Proben für die Olympia-Eröffnung in London unterbrochen, um einen Elefanten in einem indischen Tempel zu retten.
McCartney war auf den Dickhäuter aufmerksam geworden, nachdem ihn ein Hilferuf der Tierschutz-Organisation "Peta" erreicht hatte.
Das Tier war in einem Tempel in Kolhapur mit Eisenhaken und Ketten aus Stacheldraht schwer misshandelt und schwer verletzt worden.
Außerdem war der 13 Jahre alte Bulle an allen vier Beinen angekettet und hatte weder Futter noch Wasser.
In Absprache mit Danny Boyle, dem Regisseur der olympischen Eröffnungsfeier, verließ McCartney für einen Tag die Proben, um sich im Dialog mit dem indischen Umweltminister Patangrao Shripatrao für den Elefanten Sunder einzusetzen.
McCartney entsetzt: "Genug ist genug"
"Ich habe Bilder von dem Tier gesehen und muss Ihnen sagen: Genug ist genug", schrieb McCartney. Er forderte den Minister auf, das Tier umgehend an "Peta" zu übergeben und es in einem Elefantenpark auszuwildern.
Paul McCartney ist seit Jahrzehnten engagierter Tier- und Umweltschützer, Bei seinen Konzerten ist stets ein Infostand von "Peta" dabei.
"Wenn irgendjemand den Planeten retten will, muss er einfach aufhören, Fleisch zu essen", lautet eines seiner Credos.
• Südkoreanischer Segeltrainer betrunken am Steuer
Wegen Trunkenheit am Steuer hat die südkoreanische Olympia-Mannschaft Segeltrainer Lee Jae-cheol nach Hause geschickt.
Lee war am Donnerstagmorgen um 5 Uhr von Polizeibeamten in der Küstenstadt Weymouth, wo während der Spiele in London die Segelwettbewerbe stattfinden, kontrolliert worden. Er wollte zurück ins Olympische Dorf fahren.
Lee hatte an einem Bankett des Bürgermeisters von Weymouth teilgenommen und dort nach Angaben des südkoreanischen Verbandes Bier und Wein getrunken, "obwohl er kein guter Trinker ist".
• Tanzen wie die Krümelmonster
Mit dem Krümelmonster-Tanz zum Erfolg: Im Becken wird den US-Schwimmern bei den Olympischen Spielen in London kaum jemand das Wasser reichen können, jetzt haben Michael Phelps, Ryan Lochte und Co. auch andere Qualitäten unter Beweis gestellt.
Ein veröffentlichtes Video zeigt die Stars bei hektischer Betriebsamkeit zu den Klängen des Liedes "Call me Maybe" von der kanadischen Sängerin Carly Rae Jepsen.
Moonwalk unter Wasser, rhythmische Bewegungen auf der Wasserrutsche, discoverdächtiges Tanzen auf dem Flugzeuggang. Dazu Playback und ein in die Kamera gehauchter Kuss von Frauenschwarm und Goldfavorit Lochte. "Das ist eines der besten Teams, in dem ich jemals sein konnte. Wir haben so viel Spaß", twitterte der 17 Jahre alte Teenie-Star Missy Franklin.
• Spruch des Tages
Volleyballer Marcus Böhme, mit 211 cm größter deutscher Olympiateilnehmer, über sein Bett im Olympischen Dorf: "Es geht, ich habe da einen Anbau vorne dran."
Lawrence Okoye wird Footballspieler: Der britische Modellathlet erhält bei den San Francisco 49ers einen Dreijahresvertrag. Der Head Coach des Vizemeisters schwärmt. Sportler auf Abwegen. mehr...