Bolt spendet für Leihpferd, Judoka wird ohnmächtig
London - Usain Bolt hat nicht nur ein großes Mundwerk, sondern auch ein großes Herz:
Der jamaikanische Sprint-Superstar beteiligte sich an einer Spendenaktion für seine Landsfrau Samantha Albert, damit die Reiterin mit einem Leihpferd der Britin Tina Cook beim olympischen Vielseitigkeits-Wettbewerb in London antreten konnte.
"Usain Bolt war sehr hilfsbereit", sagte die 41-Jährige. Der schnellste Mann der Welt hatte drei T-Shirts und zwei handsignierte Bücher für eine Auktion gespendet, die insgesamt 6000 Pfund (7800 Euro) einbrachte. Jamaikas Olympisches Komitee rundete die Summe auf.
Rund 25.000 Pfund (32.500 Euro) kostete es die Reiterin, ein Pferd für die Spiele zu organisieren.
Ein eigener Vierbeiner ist in Anschaffung und Unterhalt unerschwinglich. Der sportliche Erfolg hielt sich indes in Grenzen: Schon nach der Dressur-Konkurrenz war Albert weit abgeschlagen.
SPORT1 hat weitere Besonderheiten und Kuriositäten rund um die Olympischen Sommerspiele (täglich im LIVE-TICKER) zusammengefasst:
• Judoka wird ohnmächtig
Schrecksekunde beim olympischen Judo-Turnier: Im Viertelfinal-Duell der Klasse bis 48 kg wurde die Ungarin Eva Csernoviczki ohnmächtig, nachdem sie in einen Würgegriff ihrer Gegnerin Charlene van Snick (Belgien) geraten war.
Der Mattenrichter brach den Kampf ab und erklärte van Snick zur Siegerin. Csernoviczki konnte nach kurzer Zeit aus eigener Kraft die Matte verlassen.
In der Trostrunde setzte sich die Ungarin danach sogar gegen Wu Shugen aus China durchsetzen und erreichte den Bronzekampf.
• Dream-Team sorgt für Ausnahmezustand
Die Basketballstars aus den USA haben sich bei einer Stippvisite im Olympischen Dorf unter die anderen Athleten gemischt und für einen Menschenauflauf gesorgt.
"Es war verrückt, was sich für eine Menge bildete, vor allem rund um LeBron und Kobe. Es war fast wie ein Mob", sagte Guard Andre Iguodala, der mit seinen Teamkollegen im Hotel wohnt.
Kobe Bryant und LeBron James, die beiden populärsten Spieler unter den zwölf NBA-Stars in London, genossen den Abstecher dennoch.
Schon bald sollen auch Ausflüge zu Sportveranstaltungen unternommen werden. "Ich mag Sportarten wie Schwimmen und Volleyball, ich möchte mir aber auch Bogenschießen, Gewichtheben oder Turnen ansehen, wenn ich Zeit dafür habe", sagte Bryant: "Wenn wir eine Chance dazu bekommen, werden wir zu anderen Events gehen."
James hat abgesehen vom Schwimmen andere Vorlieben als Bryant. "Ich möchte zur Leichtathletik, zum Wasserball und zum Beachvolleyball", sagte der NBA-Champion.
Außerdem hat "King" James sich fest vorgenommen, die amerikanischen Fuballerinnen und Basketballerinnen zu unterstützen. Ein Trip durch London kommt für den Star der Miami Heat dagegen nicht infrage: "Sightseeing ist nicht meine Sache."
• Spruch des Tages
"Jetzt erstmal zwei Stunden das böse Wort mit 'sch' ins Handtuch brüllen!" (Frank Embacher, Trainer von Paul Biedermann, mit einem Tipp an seinen Schützling nach dessen überraschenden Ausscheiden im Vorlauf über 400 m Freistil)
Lawrence Okoye wird Footballspieler: Der britische Modellathlet erhält bei den San Francisco 49ers einen Dreijahresvertrag. Der Head Coach des Vizemeisters schwärmt. Sportler auf Abwegen. mehr...