Bitteres Deja-vu für die Volleyballer
London - Nach einem Deja-vu der schlimmeren Art ist der Weg für Deutschlands Volleyballer ins Olympia-Viertelfinale noch steiniger geworden.
Die Mannschaft von Bundestrainer Vital Heynen unterlag Olympiasieger USA nach erneut gutem Start letztlich deutlich mit 0:3 (23:25, 16:25, 20:25) und muss nun auf die Spiele gegen Europameister Serbien am Donnerstag (ab 10.30 Uhr im LIVE-TICKER) und zwei Tage später gegen Außenseiter Tunesien hoffen ( SERVICE: Der Olympia-Zeitplan).
Zum Abschluss der Vorrunde wartet der Weltranglisten-Erste Brasilien und damit wohl ein übermächtiger Gegner.
Peking: Aus in der Vorrunde
Nur die ersten Vier beider Sechsergruppen kommen in die K.o.-Runde. Das erste Spiel gegen Russland hatte die deutsche Mannschaft ebenfalls nach gutem Beginn 0:3 verloren ( BERICHT: DVV-Team unterliegt Russland).
Auch beim Turnier in Peking hatte der DVV seine ersten beiden Spiele verloren und war in der Vorrunde gescheitert.
Serbien feierte zuvor gegen Tunesien seinen ersten Sieg in Gruppe B, gab jedoch beim 3:1 überraschend einen Satz ab ( DATENCENTER: Volleyball-Ergebnisse Olympia).
"Das Spiel gegen die Deutschen wird entscheidend", sagte Diagonalangreifer Aleksandar Atanasijevic.
Erster Einsatz für Andrae
Vor 13.00 Zuschauern im gut gefüllten Earls Court erwischte das deutsche Team mit Kapitän Björn Andrae, der erstmals Einsatzzeit bekam, einen Traumstart.
Beim Stand von 0:4 nahmen die nervösen USA eine Auszeit, was Wirkung zeigte: Star Clayton Stanley fing sich, und bald führten die USA 5:4, doch mehr als zwei Punkte Vorsprung erspielten sie nicht.
Beim Stand von 23:22 durfte Heynen vom ersten Satzgewinn träumen, doch der glückte den USA im ersten Versuch (DIASHOW: Die Bilder des Tages).
Stanley lässt nach
Obwohl Stanley, Top-Scorer von Peking 2008, in der zweiten Halbzeit etwas nachließ, lagen die USA bald deutlich vorne.
Auf der anderen Seite wusste Diagonalangreifer Georg Grozer, der deutsche Spieler mit dem meisten Potenzial, erneut nicht voll zu überzeugen.
Von seinen insgesamt 17 Angriffsaktionen bis zum Satzende führten nur vier zum Punktgewinn, Stanley kam auf eine Quote von neun von 13 ( SERVICE: Der Medaillenspiegel).
Nach 89 Minuten ist es überstanden
Von einem Sieg wie erst am 5. Juli in der World League (3:2) hatte Heynen vor dem Spiel gar nicht zu träumen gewagt.
"Aber wir müssen Sätze gewinnen, für den Kopf", sagte er. So ein Satzgewinn gegen die älteste Turnier-Mannschaft hätte sich auch in der Tabelle gut gemacht, doch Grozer und Co. kamen im einseitigen dritten Durchgang nie auch nur in die Nähe eines Teilerfolgs.
Nach 89 Minuten war es überstanden. Die USA nutzten ihren fünften Matchball, als Grozer einen Aufschlag ins Netz drosch.
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