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Die Münchnerin Sara Goller spielte bis 2005 noch in der Halle © getty

Das Beach-Duo Goller/Ludwig stemmt sich mit aller Macht gegen die Pleite im zweiten Gruppenspiel - und kassiert sie dennoch.

London - Laura Ludwig schlug die Hände vor das Gesicht und schüttelte enttäuscht mit dem Kopf.

Zehn Matchbälle hatte sie gemeinsam mit ihrer Partnerin Sara Goller abgewehrt, und dennoch stand am Ende die erste Niederlage für das deutsche Duo beim olympischen Beachvolleyballturnier.

Goller/Ludwig verloren ihr zweites Gruppenspiel in London nach langem Kampf mit 1:2 (19:21, 31: 29, 13:15) gegen Talita Rocha/Maria Antonelli aus Brasilien.

Vor dem letzten Vorrundenmatch stehen die Medaillenkandidaten aus Berlin unter Druck (593238DIASHOW: Die Bilder des Tages).

"Der Einsatz hat gestimmt"

"Auf diesem Niveau haben wir noch nie so viele Matchbälle abgewehrt. Da ist es natürlich besonders ärgerlich zu verlieren", sagte Ludwig:

"Insgesamt haben wir aber ein gutes Spiel gemacht, auch wenn kleine Fehler noch abgestellt werden müssen. Der Einsatz hat gestimmt."

Bei herbstlichem Wetter vor knapp 11.000 Zuschauern auf dem Centre Court des Horse Guards Parade im Herzen der britischen Metropole kämpfte sich das an Position acht gesetzte Nationalteam gegen die drei Plätze besser eingestuften Südamerikanerinnen nach schwachem Start im zweiten Satz zurück.

Mit Ass zum Satzgewinn

Nach neun abgewehrten Matchbällen sicherte Goller mit einem Ass zwar noch den Satzgewinn, doch im nächsten Durchgang holte sich das brasilianische Duo den Sieg.

"Wir haben am Anfang einfach zu viele Fehler hintereinander gemacht", sagte Goller.

[kaltura id="0_50qpjvwk" class="full_size" title="Fan Wahnsinn in London"]

Zwar bestand auch im Schlusssatz eine Siegchance, doch der elfte Matchball sorgte nach 66 dramatischen Minuten für die Entscheidung (SERVICE: Der Medaillenspiegel).

Platz neun in Peking

Bei der zweiten gemeinsamen Olympiateilnahme - 2008 in Peking reichte es für Platz neun - gerät der Medaillentraum zwar in Gefahr, Nervosität kommt bei den Schmetterkünstlerinnen aber nicht auf.

"Wir sind selbstbewusst, weil wir bisher ein sehr gutes Turnier gespielt haben", sagte Goller: "Wir müssen in manchen Situationen nur ruhiger sein."

Erdmann/Matysik vor dem Aus

Am Donnerstag (ab 15.30 Uhr im LIVE-TICKER) wollen die Berlinerinnen mit einem weiteren Erfolg den Einzug ins Achtelfinale perfekt machen und damit den Europameistern Julius Brink/Jonas Reckermann (Berlin) folgen (SERVICE: Der Olympia-Zeitplan).

Die Ex-Weltmeister stehen bislang als einziges deutsches Duo vorzeitig in der Runde der letzten 16.

Kaum noch Chancen darauf haben die Olympia-Debütanten Jonathan Erdmann/Kay Matysik. Die Berliner mussten beim 0:2 (9:21, 16:21) gegen Reinder Nummerdor/Richard Schuil (Niederlande) bereits die zweite Niederlage hinnehmen und stehen in London vor dem Aus.

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