Das olympische Feuer
Gegen Ende, wenn man beginnt Rückschau zu halten, fragt man sich auch, welche Momente besonders waren bei den Spielen.
Der olympische Moment, das einpräsamste Erlebnis, das ist ja immer ein Thema bei einem Großereignis. So auch in London.
Meist geht es dann um Siege, Medaillen, Glück und große Gefühle, wie bei Diskuswerfer Robert Harting.
Manchmal aber auch um Dramen, Tränen, Kurioses und Verluste, wie bei Gewichtheber Matthias Steiner, der unter der Last der Erwartungen und der 196 Kilogramm schweren Hantel wegsackte.
Oder wie bei der südkoreanischen Fechterin Shin A Lam, die fast anderthalb Stunden weinend auf der Planche protestierte.
Oder, um noch einmal auf Robert Harting zurückzukommen, wenn einem beim Feiern der Athletenausweis abhanden kommt - und man die Nacht in der S-Bahn verbringen muss.
Manchmal liegen die glücklichen und weniger glücklichen olympischen Momente eben eng beieinander.
Oft ist es aber gar nicht unbedingt ein sportliches Erlebnis, das in Erinnerung bleibt. Es können auch die Begegnungen sein.
Und das schöne an den olympischen, besonderen Momenten ist ja auch, dass sie nicht vorhersehbar sind, sondern sich völlig unerwartet einstellen.
Und das ging in diesem Fall so: Aufgeregte Nachbarn am Morgen, die an der Wohnungstür klopfen. Meterhohe Flammen, die an der Hauswand entlangschlagen.
Schwarzer, dichter Rauch, den der Pilot im Zeppelin über dem Olympiapark ganz sicher gesehen hat.
Die Flucht aus dem Haus.
Und schließlich ein Feuerwehrmann, der nach dem Löschen des Brandes vorbeikommt und sagt: "Ich lasse euch in Frieden."
Das olympische Feuer. Das war er wohl, der besondere, der einprägsamste Moment.
Maik Rosner ist in London vor Ort und berichtet für SPORT1 von den Olympischen Spielen.
Lawrence Okoye wird Footballspieler: Der britische Modellathlet erhält bei den San Francisco 49ers einen Dreijahresvertrag. Der Head Coach des Vizemeisters schwärmt. Sportler auf Abwegen. mehr...