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Maren Baumbach konnte die Pleite gegen Schweden nicht verhindern © imago

Nach der Pleite gegen Schweden brauchen die DHB-Frauen Schützenhilfe. Trainer Emrich spricht bereits über die Gründe fürs Scheitern.

Peking - Der Glaube an das Wunder fällt schwer.

"Als Sportler sucht man jeden hauchdünnen Faden als Chance. Auf jeden Fall werden wir gegen Russland alles geben, um mit einem guten Gefühl aus dem Turnier zu gehen", sagt Bundestrainer Armin Emrich vor dem letzten Gruppenspiel seiner Handball-Frauen im olympischen Turnier gegen Weltmeister Russland am Sonntag (13 Uhr MESZ LIVE), doch es klingt eher nach Durchhalteparole.

Um den Einzug ins Viertelfinale doch noch zu schaffen, müsste nicht nur ein Sieg gegen die Russinnen her.

Hoffen auf ein Unentschieden

Zuvor müssten Brasilien und Schweden auch noch Unentschieden spielen.

Bei allen anderen Konstellationen ist der WM-Dritte Deutschland raus und der große Traum von der Medaille frühzeitig geplatzt.

"Eine schmerzhafte Situation"

Mit dem sechsten Platz bei der WM 2005, dem vierten EM-Rang 2006 und WM-Bronze 2007 in Frankreich war es für die deutschen Frauen zuletzt immer nur noch oben gegangen.

"Das ist für uns eine schmerzhafte Situation, da wir wahrscheinlich mit leeren Händen dastehen werden", sagt Emrich.

"An Nuancen gescheitert"

"Grundsätzliche Dinge" mochte der Pädagoge aber nicht diskutieren. Nach zwei unglücklichen Niederlagen mit einem Tor bestehe dazu kein Anlass:

"Das alles ist keine Frage der Spielanlage oder taktischer Dinge. Wir sind lediglich an Nuancen gescheitert."

Vor allem im vierten Vorrundenspiel gegen Schweden sei der Druck aber vielleicht auch zu groß gewesen.

Um die bittere 26:27-Niederlage gegen die Skandinavierinnen, die das Aus praktisch besiegelte, zu verarbeiten, gab es für Grit Jurack und Co erstmal frei.

Tränen fließen

Am Abend schauten die Spielerinnen bei anderen Sportarten zu, auch am Samstag war bis auf eine Jogging-Einheit Freizeit angesagt.

Den Kopf voller Gedanken hatten ohnehin alle: Verweint waren sie nach dem Schweden-Match tieftraurig aus der Halle geschlichen.

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