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Tina Bachmann und ihre Kolleginnen blieben gegen Argentinien torlos © getty

Der Tabellenführer der Gruppe B kassiert gegen Verfolger Argentinien eine deutliche Niederlage. Dennoch hat die deutsche Auswahl gute Chancen, das Halbfinale zu erreichen.

Peking - Die deutschen Hockeyspielerinnen haben bei den Olympischen Spielen in Peking den vorzeitigen Einzug ins Halbfinale verpasst.

Im vierten Vorrundenspiel unterlag der Europameister gegen Argentinien 0:4 (0:0) und musste die erste Niederlage nach zuvor drei Siegen hinnehmen.

Im letzten Gruppenspiel am Montag (2.30 Uhr MESZ) gegen Japan braucht das Team noch einen Zähler, um sicher die Vorschlussrunde zu erreichen.

Dreierpack von Gulla

Alejandra Gulla (37., 50, 67.) sorgte mit ihren Toren fast im Alleingang für den Erfolg der Südamerikanerinnen, Luciana Aymar (68.) stellte den Endstand her.

Argentinien wahrte damit die Chance auf das Halbfinale, liegt mit acht Zählern aber immer noch einen Punkt hinter Deutschland.

Auf deutscher Seite war die Chancenauswertung mangelhaft. Die Mannschaft blieb in einer insgesamt ausgeglichenen Partie erstmals ohne eigenen Treffer und hatte Pech, als Fanny Rinne unmittelbar vor dem zweiten argentinischen Tor mit einer Strafecke nur den Pfosten traf.

DHB-Team druckvoll

Die deutsche Mannschaft begann die Partie offensiv. Sie wusste zwar, dass bereits ein Unentschieden für die Halbfinalteilnahme genügte, wollte aber Argentinien gleich selbst unter Druck setzen.

Schon in der ersten und zweiten Minute tauchten Janine Beermann und Natascha Keller gefährlich im gegnerischen Schusskreis auf.

Zwei Strafecken

Die Südamerikanerinnen wirkten nach ihren enttäuschenden Unentschieden gegen die USA und Großbritannien nervös, der Druck, nicht verlieren zu dürfen, schien ihnen in der Anfangsphase schwere Beine zu machen.

Deutschland erspielte sich auch schnell zwei Strafecken. In der vierten Minute schoss Julia Müller zu hoch, vier Minuten später scheiterte Anke Kühn an der Torfrau.

Argentinien eiskalt

Nachdem Maike Stöckel (26.) und Pia Eidmann (28.) mit zwei weiteren Schüssen scheiterten, kam Argentinien gegen Ende der ersten Halbzeit besser ins Spiel.

Torfrau Kristina Reynolds musste erstmals in der 33. Minute bei einem Schuss von Superstar Luciana Aymar eingreifen. Zwei Minuten nach Wiederbeginn war die Hamburgerin aber machtlos, als Gulla gleich die erste argentinische Strafecke nutzte.

Konter sitzen

Die Europameisterinnen bewiesen zwar Moral und drängten auf den Ausgleich, dadurch entstanden für die flinken Argentinierinnen auch Räume für Konter.

Einen davon nutzte Gulla zur vorentscheidenden 2:0-Führung. Anders als in den Partien zuvor gegen die USA und Großbritannien ließ sich Argentinien den Vorsprung nicht mehr nehmen.

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