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Stürmer Carlos Nevado, Sohn einer Spanierin, spielt beim UHC Hamburg © getty

So hat sich das der Weltmeister nicht gedacht. Den deutschen Hockey-Herren droht schon in der Vorrunde das Aus.

Peking - Für die deutschen Hockey-Herren geht es am Sonntag (15.00 Uhr MESZ, LIVE) um alles oder nichts.

Die vierte Vorrundenpartie gegen Vize-Europameister Spanien kann in Peking bereits das Olympia-Aus für den Weltmeister bedeuten.

Um aus eigener Kraft das Halbfinale zu erreichen, braucht die Mannschaft von Bundestrainer Markus Weise aus den beiden abschließenden Partien gegen die Iberer und am Dienstag gegen Neuseeland (10.30 Uhr/4.30 MESZ) zwei Siege.

"Jetzt ist die Situation wenigstens klar", sagt Weise mit einem Anflug von Galgenhumor, "der Vorteil ist, dass wir noch gegen die Teams spielen, die vor uns stehen."

Negative Gedanken verboten

Seine Mannschaft belegt mit fünf Zählern den dritten Platz hinter Neuseeland (6) und Spanien.

Gegen Spanien hat das Team in diesem Jahr noch nicht gewonnen, erst kurz vor den Olympischen Spielen gingen zwei Testpartien in Barcelona verloren.

Doch negative Gedanken sind bei den deutschen Spielern verboten.

Gegner haben Respekt

Die Moral ist intakt, auch wenn Timo Weißenborn zugab: "Die schnellen Gegentore nach einer Führung können schon die Moral rauben."

Dennoch ist das Selbstvertrauen groß genug, das große Ziel noch aus eigener Kraft zu erreichen. "Die Gegner haben immer noch Respekt vor uns, wir sind immer noch Weltmeister", behauptet Stürmer Carlos Nevado.

Lückenhafte Abwehr

Nach drei Spielen haben sich Defizite in der jungen deutschen Mannschaft gezeigt.

Die Strafeckenausbeute lässt zu wünschen übrig, noch schlimmer ist es, wenn wie gegen Südkorea überhaupt nur eine Ecke herausgespielt wird.

Weise vermisst die die Gradlinigkeit in Angriff und Mittelfeld. Im Abwehrverhalten entstehen regelmäßig Lücken, in die der Gegner stoßen kann.

"Spielen immer noch um Gold"

Zudem droht Weise eine Diskussion über seine Torwartentscheidung.

Statt einen der beiden Weltmeister Ulrich Bubolz und Christian Schulte zu nominieren, nahm er den international unerfahrenen Max Weinhold mit nach Peking. Der Kölner hat bereits zwei Gegentore mitverschuldet.

Alles Probleme, die nicht unbedingt für Ruhe sorgen, dennoch ist Christopher Zeller überzeugt: "Wir sind noch nicht ausgeschieden, wir spielen immer noch um Gold."

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