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Britta Steffen gewann Gold über 50 und 100 m Freistil © getty

Wie haben sich die einzelnen Sportarten in Peking bisher verkauft? Sport1.de hat ein Zwischenzeugnis ausgestellt. Teil II.

Judo:Gold für Ole Bischof: Die Sternstunde der Judoka bei diesen Spielen. Es sollte die einzige bleiben. Annett Böhm scheiterte trotz großer Erwartungen und gutem Start, andere folgten ihr. Note: 3

Kanu:Alexander Grimm gewann im Einerkajak-Wettbewerb der Slalomkanuten überraschend das erste deutsche Gold in Peking. Die weiteren Medaillenhoffungen Jennifer Bongardt und Jan Benzien sowie Felix Michel und Sebastian Piersig vergossen Tränen der Enttäuschung. Michel/Piersig waren im Canadier-Zweier als Führende in Finale eingezogen, leisteten sich dann aber einen Fehler und wurden nur Sechste. Mit dem Ziel zwei Medaillen wurde es so nichts. Note: 3-

Leichtathletik: Viel hat man nicht von den deutschen Teilnehmern erwartet, erst recht nicht nach der Absage von Franka Dietzsch. Nach drei Tagen ist das Auftreten ordentlich, auch wenn Nadine Kleinert das erhoffte Edelmetall verpasste. Note: 3-

Radsport:Auf der Straße gab es mehrere heiße Eisen. Alle versagten. Ob Hanka Kupfernagel, Judith Arndt oder Stefan Schumacher, nichts wurde es mit der erhofften Medaille. Die Bahnradfahrer retteten überraschend die Ehre, holten bereits zweimal Edelmetall. Note: 3

Reiten:Wahnsinn, diese Vielseitigkeitsreiter mit Hinrich Romeike. Als hätte es Athen 2004 nicht gegeben, drehten sie auf. Auch die Dressur-Equipe holte Gold. Da freut man sich doch auf die Springreiter, die das erste überhebliche Auftreten in der Qualifikation sicher schnell vergessen machen werden. Note: 1

Ringen:Mirko Englich erreicht das Finale und holt am Ende Silber. Ein Lichtblick für das deutsche Team in einer Sportart, die auch bei Olympia nur wenig Beachtung erfährt. Aber auch der einzige. Note: 2-

Rudern: Das Debakel des Männer-Achters überschattet das Auftreten des gesamten Teams. Blamabel, was das frühere Flagschiff leistete. Selbst das B-Finale gegen China wurde verloren. Erstmals seit 52 Jahren gab es bei Olympischen Sommerspielen keine Goldmedaille, insgesamt gab es in 14 Klassen nur zwei Medaillen. Note: 5

Schießen: Vier Medaillen holen die deutschen Schützen, Gold ist trotz Sonja Pfeilschifter und Ralf Schumann nicht dabei. Vor allem Pfeilschifter enttäuscht und überrascht mit ihrer Kritik am Bundestrainer. Das sorgt für das Minus in der Note. Note: 2-

Schwimmen:Zwei Medaillen durch Britta Steffen. Auch wenn die Berlinerin über 50 sowie 100 Meter Gold holt, kann das nur wenig am desolaten Auftreten des DSV-Teams ändern. Die Weltspitze ist weg, mittlerweile droht in vielen Bereichen der Absturz in die Drittklassigkeit. Für das Plus in der Sport1-Note sorgte Paul Biedermann mit seinem Deutschen Rekord über 200 Meter Freistil. Note: 4+

Segeln: Die Erwartungen waren gering. Ulrike Schümann galt als Medaillenkandidatin, verpasste Edelmetall aber knapp. Die Peckolt-Brüder machten es besser und gewannen Bronze. Weitere Chancen gibt es in der zweiten Woche. Note: 3+

Tennis:Zum ersten Mal seit der Wiedereinführung des Tennis in das olympische Programm bleibt der DTB ohne Medaille. Philip Kohlschreiber sagt vorher verletzt ab, Nicolas Kiefer und Rainer Schüttler im Einzel wie gemeinsam als Doppel sind chancenlos. Note: 4-

Tischtennis:Die deutsche Mannschaft hat das Finale erreicht und kämpft am Montag um Gold. Die erhoffte Medaille ist damit sicher, Timo Boll Co. haben die Erwartungen erfüllt. Note: 2+

Turnen:Fabian Hambüchen hatte es in der Hand, zweimal auf dem Podest zu stehen. Zweimal patzte er am Reck, zweimal warf er damit Medaillen weg. Platz vier mit der Mannschaft ist ordentlich. Es bleibt die Hoffnung, dass Hambüchen als Weltmeister an seinem Paradegerät Reck im Einzel-Finale die Nerven behält. Europameisterin Oksana Chusovitina überraschte mit dem Gewinn der Silbermedaille im Sprung. Note: 3+

Volleyball:Die Männer feierten immerhin den ersten Sieg seit 36 Jahren bei Olympia, am Strand halten Klemperer/Koreng die deutsche Fahne im Viertelfinale hoch. Letztere könnten das Ziel, eine Medaille zu erreichen, noch erfüllen. Doch die hoch eingeschätzten beiden Damen-Duos und der selbsternannte Goldfavorit Brink/Dieckmann enttäuschten. Note: 4

Wasserball: Bislang gab es zwei Siege, gerade der Erfolg gegen Italien lässt hoffen auf mehr. Die Wasserballer fallen vor allem durch die ehrlichen Aussagen von Trainer Hagen Stamm auf. Note: 3

Wasserspringen: Patrick Hausding und Sascha Klein holten im Synchronspringen vom Turm Silber. Bronze gab es für Ditte Kotzian und Heike Fischer im Synchronspringen vom Drei-Meter-Brett. Damit wurden die Erwartungen bereits erfüllt. Und es gibt noch weitere Medaillenhoffnungen. Note: 2

Von Badminton bis Hockey: Hier geht es zurück zum ersten Teil

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