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Carolin Leonhardt (vorn) ist viermalige Weltmeisterin © getty

Hiobsbotschaft für die deutschen Kanuten: Carolin Leonhardt ist krank und fällt aus. Nun muss improvisiert werden.

Peking - Schock für das deutsche Kanu-Flaggschiff:

Olympiasiegerin Carolin Leonhardt kann wegen einer bakteriellen Infektion nicht an den olympischen Rennen im Viererkajak teilnehmen.

Die viermalige Weltmeisterin wird durch Olympia-Neuling Conny Waßmuth (Magdeburg) ersetzt, bereits am Montag findet der Vorlauf statt.

"Es handelt sich um eine bakterielle Infektion der Nasennebenhöhlen. Die Blutwerte haben gezeigt, dass es eine Gefährdung für die Gesundheit der Sportlerin ist, wenn sie sich belastet", sagte Mannschaftsarzt Wolfgang Dillmann.

Die Mannheimerin Leonhardt werde derzeit mit Antibiotika behandelt.

Bootsbesatzungen werden benannt

Am Sonntag bei der Teamleiter-Sitzung mussten die Bootsbesatzungen namentlich benannt werden, eine spätere Änderung ist nicht mehr möglich.

Falls noch eine Athletin ausfällt, müsste das Boot abgemeldet werden.

Die dreimalige Olympiasiegerin Katrin Wagner-Augustin (Potsdam) ist nach ihrem Infekt auf dem Weg der Besserung und erhielt von Dillmann grünes Licht.

Fischer im Boot

Der Viererkajak, der 2004 in Athen mit Birgit Fischer und Leonhardt gewonnen hatte, startet nun mit Fanny Fischer (Potsdam), Nicole Reinhardt (Lampertheim), Wagner-Augustin und der 25-jährigen Waßmuth.

Die dreimalige Weltmeisterin gehörte im vergangenen Jahr bei der WM und auch in diesem Jahr bei der EM zum erfolgreichen Viererkajak - da trat dieser aber nicht in der nun notwendigen Zusammensetzung an.

Waßmuth hatte sich zunächst nicht für eines der drei deutschen Boote qualifizieren können. Anfang Juli setzte sie sich im Stechen um einen Ersatzplatz im Trainingscamp in Kienbaum gegen Marina Schuck (Leipzig) durch und reiste in China mit einer sogenannten P-Akkreditierung an.

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