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David Klemperer hat mit seinem Partner eine Medaille im Visier © getty

David Klemperer und Eric Koreng haben in Peking überraschend die deutsche Beach-Ehre gerettet. Nun soll eine Medaille her.

Peking - Die Beachvolleyballer David Klemperer und Eric Koreng (Hildesheim/Essen) sind nach einer Glanzleistung ins olympische Viertelfinale eingezogen und träumen von der zweiten deutschen Medaille in der Olympia-Geschichte.

Nach dem sensationellen 2:0 (21:15, 21:18) gegen die topgesetzten Lokalmatadoren Xu/Wu vor 12.000 restlos enttäuschten Zuschauern im Chaoyang Park wartet am Montag (10.00/4.00 Uhr MESZ) mit den Weltmeistern Todd Rogers/Philip Dalhausser (USA) die nächste hohe Hürde.

Klemperer/Koreng haben schon jetzt Platz fünf sicher und damit die totale Pleite der deutschen Beachvolleyballer abgewendet.

"Solche Erfolge sind das Salz in der Suppe, das der deutsche Volleyball braucht und das die Zuschauer lieben. Von den anderen Beach-Teams haben wir mehr erwartet, aber Klemperer/Koreng sind gegen die chinesischen Massen über sich hinausgewachsen", sagte Verbandschef Werner von Moltke.

"Wir wollen eine Medaille"

Eric Koreng hofft im Viertelfinale auf eine ähnlich starke Leistung gegen die Weltmeister, gegen die der letzte Vergleich klar verloren wurde: "Wenn wir so einen genialen Tag wie im Spiel gegen die Chinesen haben, können wir sie schlagen. Die haben hier auch geschwächelt. Natürlich wollen wir gern eine Medaille."

Rogers/Dalhausser hatten sich mit einem mühsamen 2:1 (21:16, 21:23, 15:13) gegen die Schweizer Martin Laciga/Jan Schnider ins Viertelfinale gekämpft.

Die deutschen Medaillenhoffnungen Sara Goller/Laura Ludwig (Berlin) und Stephanie Pohl/Okka Rau (Hamburg) waren im Achtelfinale ausgeschieden.

"Die Ehre gerettet"

Für die selbsternannten Goldkandidaten Julius Brink/Christoph Dieckmann (Berlin) war schon in der Vorrunde Endstation.

"Wir wollten es für alle rausreißen und die Ehre des deutschen Beachvolleyballs retten. Das ist uns gelungen", meinte Klemperer.

Ein Block von Koreng ("Bei dem habe ich schon in der Luft gejubelt") sicherte nach der stärksten deutschen Leistung beim Olympiaturnier den Einzug ins Viertelfinale.

Die bis dato einzige olympische Medaille der Beach-Geschichte war Bronze für Jörg Ahmann/Axel Hager 2000 in Sydney.

Das schwächste Ergebnis gab es 1996 in Atlanta, als Beachvolleyball erstmals im Programm stand. Damals hatten Beate Bühler/Danja Müsch immerhin Platz sieben belegt.

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