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Kathrin Boron (2. v. l.) wurde 1992 Olympiasiegerin im Doppelzweier © getty

Der Doppelvierer um Kathrin Boron sorgt für einen versöhnlichen Abschluss. Die DRV-Bilanz ist so schlecht wie lange nicht mehr.

Peking - Der Deutsche Ruderverband (DRV) hat in Peking erstmals seit 52 Jahren bei Olympischen Sommerspielen keine Goldmedaille gewonnen, insgesamt gab es in 14 Klassen nur zwei Medaillen.

Nach Silber durch Annekatrin Thiele/Christiane Huth (Leipzig/Potsdam) im Doppelzweier sicherte am letzten Finaltag im Shunyi Park der Frauen-Doppelvierer mit Kathrin Boron noch Bronze.

Letztmals mussten die deutschen Ruderer 1956 aus Melbourne ohne Olympiasieg abreisen.

Bronze zum Abschluss

Die 38-jährige Boron (Potsdam) verfehlte zum Ende der Laufbahn ihre fünfte Goldmedaille in Serie bei ihren fünften Spielen seit 1992, rettete aber immerhin Bronze.

Der Doppelvierer mit außerdem Stephanie Schiller (Potsdam), Manuela Lutze (Magdeburg) und Britta Oppelt (Berlin) war im Ziel dreieinhalb Sekunden langsamer als das siegreiche Boot aus China, Weltmeister Großbritannien belegte Platz zwei.

"Bei fünf Spielen auf dem Siegersteg zu sein, das ist schon was Besonderes", sagte Boron lächelnd: "Das war definitiv mein letztes Rennen. Auch wenn es mir keiner glaubt."

Gold knapp verfehlt

Thiele/Huth waren am Samstag ganz knapp am Olympiasieg vorbeigeschrammt. Das zweitplatzierte Duo lag nur eine Hundertstel oder umgerechnet 4,68 Zentimeter hinter den Zwillingsschwestern Georgina und Caroline Evers-Swindell aus Neuseeland.

Für die DRV-Athleten, die nur in sieben Finals vertreten waren, gab es noch drei vierte Plätze.

So fehlten am Sonntag dem Leichtgewichts-Doppelzweier Berit Carow/Marie-Louise Dräger (Hamburg/Rostock) nur vier Hundertstel zu Bronze.

Die deutschen Achter waren beide jeweils als Letzte des Hoffnungslaufes ausgeschieden, für Einer-Meister Marcel Hacker war im Halbfinale Endstation.

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