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Oksana Chusovitina holte zwischen 1991 und 2006 zehn WM- Medaillen © imago

Silber-Gewinnerin Chusovitina fasst die WM 2009 ins Auge, Italiens Fechterinnen fühlen sich diskriminiert. Die Olympia-Splitter.

Peking - Je oller, je doller: Die 33 Jahre alte Olympia-Zweite Oksana Chusovitina wird ihre Karriere mindestens bis zu den Kunstturn-Weltmeisterschaften im Oktober 2009 in London fortsetzen. Das kündigte die Olympia-Zweite am Sprung einen Tag nach dem Gewinner der Silbermedaille in Peking an.

"Ich denke schon, dass ich noch dabei bin. Ich liebe das Turnen und gehe immer noch jeden Tag mit Freude zum Training", sagte die gebürtige Usbekin, die seit zwölf Jahren in Köln lebt und bei ihren fünften Olympischen Spielen erstmals für den Deutschen Turner-Bund (DTB) an die Geräte ging.

DTB-Cheftrainerin Ulla Koch nahm die Nachricht positiv auf: "Von der professionellen Einstellung Oksanas können unsere jungen Turnerinnen noch sehr viel lernen. Daher hätte ich ungern auf ihre große Erfahrung verzichtet."

"Fußballer haben nichts geleistet"

Die italienischen Olympia-Fechterinnen fühlen sich diskriminiert: Trotz ihrer in Peking gewonnenen Medaillen mussten sie in der Economy-Klasse von Peking nach Rom zurückfliegen, während die im Viertelfinalspiel kläglich gescheiterten Fußballer der Squadra Azzurra bequem in der Business-Class Platz nehmen durften.

Wir haben eine Gold- und zwei Bronzemedaille gewonnen und werden schlechter behandelt als die Fußballer, die nichts geleistet haben", protestierte Florett-Olympiasiegerin Valentina Vezzali, die als erste Fechterin zum dritten Mal in Serie Olympiagold gewann.

Zuvor hatten sich die Olympia-Teilnehmer aus Italien darüber beklagt, dass sie 50 Prozent der Prämien für olympisches Edelmetall dem Fiskus überlassen müssen. Sie verlangten eine Steuerbefreiung für Bonuszahlungen.

38 Kilo zugelegt

Als Jugendlicher musste Primoz Kozmus noch aufs Gewicht achten, um im Hochsprung besser abheben zu können, doch mit dem Wechsel zum Hammerwurf war genau das Gegenteil gefragt.

Sloweniens Olympiasieger startete einst mit 68 kg seine Hammerwurf-Karriere. Beim Olympiasieg mit dem 7,26-kg-Hammer hatte er dann 106 kg Lebendgewicht.

Röckchen über Shorts

Die zweimalige Dreisprung-Olympiasiegerin Francoise Mbango Etone ist eine Selfmade-Frau. `Ich habe keinen Sponsor und trainiere nach meinen eigenen Plänen", berichtete die Kamerunerin.

Sie wiederholte ihren Gold-Triumph von Athen vor vier Jahren in Peking und erzielte dabei mit 15,39 m die zweitbeste Weite der Geschichte. Zwischen den beiden Spielen musste die 32-Jährige fast zwei Jahre wegen Verletzungen und der Geburt ihres Sohnes Niels Adna pausieren.

Überzeugend an ihrem Auftritt war neben ihrer Leistung auch das rote Röckchen über den üblichen Shorts: "Ich wollte was tragen, was weiblich, sexy und zugleich nicht zu anzüglich ist." Weiteres modisches Highlight: Die drei Haarfarben: "Schwarz steht für Afrika, Rot für China und Gold für die Farbe meiner Medaille."

Lehrmeister nur noch Azubis

Im Hockey sind die einstigen Lehrmeister Pakistan und Indien von ihren Azubis überholt worden.

Pakistan verpasste durch die 1:3-Niederlage gegen Australien den Halbfinal-Einzug. Zum dritten Mal bei den letzten vier Spielen.

Rekord-Olympiasieger Indien scheiterte zum ersten Mal seit seinem Debüt vor 80 Jahren an der Qualifikation für Peking.

Nun will der Hockey-Weltverband FIH den Indern unter die Arme greifen, um den weiteren Niedergang der einstigen Großmacht aufzuhalten.

Die Weltmeisterschaft 2010 wurde nach Indien vergeben, um das Spiel dort wieder zu promoten. Dabei wird wesentliche organisatorische und infrastrukturelle Vorbereitung

allerdings von Deutschen und Holländern geleistet - nur soll das niemand wissen.

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