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Auch Dirk Nowitzki jubelte den deutschen Hockey-Herren zu © getty

Einen Tag nach den Damen erreicht der Weltmeister nach einem Offensivfeuerwerk mit einem Sieg gegen Neuseeland das Halbfinale.

Peking - Hockey-Weltmeister Deutschland hat das Halbfinale bei den Olympischen Spielen in Peking erreicht.

Einen Tag nach dem Vordringen der Damen in die Runde der letzten Vier zogen die Schützlinge von Bundestrainer Markus Weise nach.

Im letzten Vorrundenspiel der Gruppe A machten sie durch einen 3:1 (2:0)-Erfolg gegen Neuseeland alles klar.

Ob das zum Gruppensieg reichte, hängt vom Ausgang des Spiels zwischen Spanien und Südkorea am Abend ab.

Weß beruhigt Nerven

Mannschaftskapitän Timo Weß (5.) hatte Deutschland mit der ersten Strafecke in Führung gebracht, die Matthias Witthaus (9.) in der sehr starken Anfangsphase erhöhte.

Strafeckenspezialist Hayden Shaw (46.) erzielte den Anschlusstreffer für die "Black Sticks". Florian Keller (56.) stellte jedoch den alten Abstand wieder her.

Aggressiv und konzentriert

Die deutsche Mannschaft begann die Partie mit einer bei diesem Turnier noch nicht gesehenen Entschlossenheit.

Aggressiv und konzentriert von der ersten Minute an überrollten sie die "Kiwis" geradezu.

Dirk Nowitzki und weitere Basketballer sowie Handballspieler begeisterten sich auf der Tribüne an den schnellen Direkt-Kombinationen des deutschen Teams.

Neuseeland kam zunächst gar nicht aus seiner Hälfte heraus.

Schnelle Tore

Glücklicherweise wurde dieses Offensivfeuerwerk auch mit schnellen Toren belohnt. Mannschaftskapitän Timo Weß nutzte die erste Strafecke mit einer simplen Variante.

Der Kölner bereitete mit seinem Steilpass auch das zweite Tor vor. Witthaus hielt nur den Schläger rein und lenkte die Kugel unhaltbar ins Tor.

Weinhold im Glück

In der 24. Minute hatte der Krefelder sogar das dritte Tor auf dem Schläger, scheiterte aber am gegnerischen Torwart. Vorher hatte er vier Verteidiger ausgespielt und erhielt dafür Beifall auf offener Szene.

Erst danach ließ der deutsche Elan angesichts der Temperaturen um 30 Grad etwas nach.

Als Neuseeland erstmals in der 28. Minute gefährlich vor dem deutschen Tor auftauchte, hatte Schlussmann Max Weinhold Glück, dass der Ball von Philipp Burrows das Tor verfehlte.

Keller bricht den Widerstand

Nachdem Shaw für die Ozeanier den Anschluss geschafft hatte, wackelte das deutsche Team für einige Zeit, verteidigte den Vorsprung aber mit Glück und Geschick und verstand es vor allem, keine weiteren Strafecken zuzulassen.

Nach Kellers Treffer war der Widerstand der "Black Sticks" dann weitgehend gebrochen.

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