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Bei der Hallen-EM 2002 debütierte Stürmerin Maike Stöckel in der Hockey-Nationalmannschaft © imago

Im Halbfinale am Mittwoch trifft das Team von Bundestrainer Michael Behrmann im Halbfinale auf die Gastgeberinnen aus China.

Peking - Am Dienstagvormittag durften die deutschen Hockey-Damen noch ihre männlichen Kollegen beim Sieg gegen Neuseeland anfeuern, danach war aber Schluss mit lustig.

"Wir haben vor dem Mittagessen eine Besprechung, und dann haben wir nach dem Mittagessen eine Besprechung", erklärte Bundestrainer Michael Behrmann, "wir werden uns sehr konzentriert auf China vorbereiten."

Am Mittwoch (12 Uhr LIVE) spielt sein Team gegen die Gastgeberinnen um den Einzug ins olympische Finale von Peking und damit auch um die einmalige Chance, als erste deutsche Ballsportmannschaft in der olympischen Geschichte zweimal in Folge Gold zu gewinnen.

Im zweiten Semifinale stehen sich anschließend die Niederlande und Argentinien gegenüber.

"Wir sind Weltklasse"

"Das wird ein spannendes Ding. Vor allem freue ich mich, dass wir endlich mal vor einem vollen Haus antreten können", sagt Angreiferin Maike Stöckel.

Respekt - ja klar. Aber auch das Bewusstsein der eigenen Stärke zeichnet die Europameisterinnen aus, die nichts mehr mit den wenig konstanten "Wundertüten" zu tun haben, die vor vier Jahren in Athen in unglaublicher Manier triumphierten.

"Wir sind Weltklasse", erklärte Behrmann, "es ist kein Zufall, dass wir im Halbfinale stehen."

China ein bekannter Gegner

Dabei haben alle schon noch das dramatische Halbfinale 2004 im Kopf, das Deutschland im Siebenmeterschießen gegen die Asiatinnen gewann.

"China hat sich seitdem weiterentwickelt", sagt Anke Kühn, eine von noch sechs Olympiasiegerinnen im Team, "aber wir sind auch eine andere Mannschaft. Damals hatten wir viel Glück, jetzt haben wir uns das Halbfinale mit einer starken Leistung selbst erkämpft."

Vier Siege in fünf Gruppenspielen schaffen eben Sicherheit.

Positive Bilanz

Außerdem: Drei Spiele haben die Deutschen in diesem Jahr bereits gegen China bestritten. Zwei Testspiele vor der Champions Trophy und dann die wichtigste Partie bei der Trophy selbst. Alle drei wurden gewonnen.

Vor dem Turnier in Peking allerdings ging ein Trainingsspiel gegen China und den Jet-Lag verloren. "Wir wissen, was auf uns zukommt", erklärt Behrmann voller Überzeugung, "mit China im Halbfinale konnte man außerdem rechnen."

Auf die Schwachpunkte

Am Dienstag schauten der Coach und sein Betreuerteam noch einmal die Videos an. Analysierten, ob die Chinesinnen beim olympischen Turnier etwas Neues gezeigt haben, suchten die Schwachpunkte, um die "chinesische Mauer" zu überwinden.

Auf alles will man schließlich vorbereitet sein. Nur Siebenmeter, die haben sie nicht extra trainiert, dabei ist ein Penalty-Schießen zur Entscheidung möglich.

"Ich werde die Mädels fragen, wer gut drauf ist", erklärt der Coach, "außerdem haben wir in Kristina Reynolds eine starke Torhüterin und in den letzten Jahren bewiesen, dass wir Siebenmeter können."

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