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Im Syncronspringen holte Patrick Hausding mit Sascha Klein die Silbermedaille © getty

Die deutschen Wasserspringer gehen im Finale vom 3-Meter-Brett leer aus. Gastgeber China beweist einmal mehr seine Dominanz.

Peking - Pavlo Rozenberg und Patrick Hausding haben eine dritte Medaille für die deutschen Wasserspringer verpasst.

Der gebürtige Ukrainer Rozenberg, der seit Dezember 2007 für den Deutschen Schwimm-Verband (DSV) startet, landete im Finale vom 3-m-Brett mit 485,60 Punkten auf dem fünften Platz.

Hausding, der im Synchronwettbewerb vom Turm mit Partner Sascha Klein noch Silber gewonnen hatte, kam auf Rang acht (462,05).

Seine Vormachtstellung im Wasserspringen demonstrierte einmal mehr China. Der WM-Sechste He Chong holte mit 572,90 Punkten souverän im sechsten Wettbewerb den sechsten Olympiasieg für den Gastgeber.

Allerdings verhinderte der Kanadier Alexandre Despatie als Zweiter (536,65) einen chinesischen Doppelerfolg. Für den Weltmeister Qin Kai (530,10) blieb somit "nur" Bronze.

Bundestrainer zufrieden

"Ich bin mit den Leistungen meiner Jungs sehr zufrieden. Man muss bedenken, dass das eine ausgesprochen hochklassige Konkurrenz war", sagte Bundestrainer Lutz Buschkow und blickte optimistisch in die Zukunft: "Im Hinblick auf den nächsten Olympiazyklus haben wir zwei Garanten im Kunstspringen."

Für den DSV bleibt es vorerst bei der Ausbeute von einmal Silber für das Synchron-Duo Klein/Hausding sowie einmal Bronze für Ditte Kotzian/Heike Fischer. Am Mittwoch (13 Uhr LIVE) kämpfen Annett Gamm im letzten Wettkampf vor ihrem Karriereende sowie Christin Steuer in der Qualifikation vom Turm um den Einzug ins Halbfinale.

Guter erster Sprung

Der EM-Sechste Rozenberg erwischte einen glänzenden Start in den Wettkampf. Bei seinem zweieinhalbfachen Rückwärtssalto mit eineinhalbfacher Schraube erhielt der EM-Sechste mit 84,00 Punkten die zweithöchste Wertung des Durchgangs.

Allerdings konnte Rozenberg diesen Platz trotz größtenteils sehr sauber ausgeführten Sprüngen gegen die starke Konkurrenz nicht behaupten.

Einzig beim letzten Sprung, einem dreieinhalbfachen Vorwärtssalto, zeigte er Nerven (69,75). "Ich konnte locker und befreit aufspringen, denn mit dem Finale hatte ich mein Hauptziel schon erreicht gehabt", erklärte Rozenberg.

Hausding mit Problemen im zweiten Durchgang

Hausding verspielte alle Medaillenchancen mit einem missglückten zweieinhalbfachen Auerbachsprung mit eineinhalbfacher Schraube im zweiten Durchgang, den der ehemalige Junioren-Europameister in der Luft völlig verdrehte.

Im Anschluss fand der 19-Jährige jedoch seine Sicherheit wieder.

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