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Fabian Hambüchen holte am Mittwoch die Bronzemedaille am Reck © getty

Der Weltmeister muss seine Vorführung bei der Olympia-Gala aus Sicherheitsgründen abbrechen. Yao Ming tröstet Liu Xang. Die Splitter.

Peking - Schreck am Reck: Einen Tag nach dem Gewinn der Bronzemedaille musste Weltmeister Fabian Hambüchen bei der Olympia-Gala seine Reckübung aus Sicherheitsgründen abbrechen.

Beim schnellen Aufbau des "Königsgeräts" in der Pause des Schauturnens war vergessen worden, das Reck vorschriftsmäßig zu spannen.

Vater und Trainer Wolfgang Hambüchen musste das Gerät nachspannen, ehe sein Sohn seine Übung fortsetzen konnte.

Unbeeindruckt von dem Zwischenfall präsentierte der 20-Jährige den 18.000 Zuschauern anschließend im ausverkauften National Indoor Stadium eine spektakuläre Übung mit insgesamt fünf Flugteilen.

Die weiteren Olympia-Splitter:

Yao tröstet Liu Xiang

Chinas Basketball-Superstar Yao Ming hat dem gescheiterten Olympia-Helden Liu Xiang nach dessen verletzungsbedingter Aufgabe über 110 m Hürden Mut zu gesprochen.

"Ich habe das Rennen gesehen. Es war sehr bedauerlich", sagte der NBA-Profi von den Houston Rockets: "Die Karriere ist ein langer Weg und wird von vielen Top-Leistungen auf hohem Niveau bestimmt. Er muss dieses Erlebnis schnell vergessen. Es liegt noch viel vor ihm. "

Liu und Yao sind die größten Sportstars ihres Heimatlandes und stammen beide aus Shanghai.

Spitz kritisiert Olympia-Gastgeber China

Die deutsche Mountainbike-Goldhoffnung Sabine Spitz hat deutliche Kritik an Olympia-Gastgeber China geäußert und die Vergabe der Sommerspiele ans Reich der Mitte als Fehler bezeichnet.

"Ich bin prinzipiell gegen die Missachtung der Menschenrechte. Die Spiele hätten nie an China vergeben werden dürfen", sagte die 36-Jährige, die im Cross-Country-Rennen am Freitag die Goldmedaille anpeilt.

"Das Land hat für mich zwei Gesichter. Viele Menschen mussten unter diesen Spielen leiden. Ich möchte nicht wissen, wieviele Leute bei den Baumaßnahmen ums Leben gekommen sind".

"Lasse mich nicht einlullen"

Bei den Olympischen Spiele hätte man in Peking nicht das Feeling wie etwa in Sydney oder Athen, so Spitz weiter.

"Das Land ist für mich zu kontrovers. Die Organisation ist top, da gibt es nichts anzuprangern. Aber ich lasse mich auch nicht vom Schein einlullen. Was kriegen wir hier denn schon mit? Wir sind so isoliert, das ist eine eigene Welt."

4130 Dopingtests in Peking durchgeführt

Seit Beginn der Olympischen Spiele sind 4130 Dopingtests durchgeführt worden, 848 davon waren Bluttests. Dies berichtete IOC-Sprecherin Giselle Davies am Mittwoch auf einer Pressekonferenz.

Bis Ende der Olympischen Spiele sollen 4500 Dopinganalysen vorgenommen werden, dies würde einen Rekord in der Geschichte von Olympischen Spiele bedeuten.

Seit dem 22. Juli wurden fünf Sportler positiv getestet.

Erhöhtes Bewusstsein" bei den Athleten

Die Tatsache, dass gegenüber den Olympischen Spielen in Athen weniger Dopingfälle entdeckt wurden, sei der massiven Anti-Doping-Kampagne der nationalen Sportverbände vor den Olympischen Spielen zuzuschreiben, meinte Davies.

Bei den Spielen 2004 in Athen waren 23 Athleten des Dopings überführt worden, weitere fünf folgten im Nachgang oder gestanden später manipuliert zu haben.

Die niedrige Zahl der positiven Fälle sei eine Folge des "erhöhten Bewusstseins bei den Athleten, dass Doping inakzeptabel" sei, sagte Davies.

Fernsehen stellt Rekorde auf

Fernsehen und neue Medien sind bei den Olympischen Spielen in neue Dimensionen vorgestoßen.

Die Wettkämpfe in Peking seien die "am meisten übertragenen in der olympischen Geschichte", sagte IOC-Mediendirektor Timo Lume auf einer Pressekonferenz am Mittwoch.

Bis Ende der Spiele am Sonntag sollen aus Peking 5000 Stunden TV-Berichterstattung gesendet worden sein - 1500 Stunden mehr als 2004 aus Athen.

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