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Nicht zu schlagen: Kerri Walsh und Misty May-Treanor © getty

Ohne Satzverlust sichern sich Kerri Walsh und Misty May-Treanor olympisches Gold und denken jetzt an Familienplanung.

Peking - Zweimal Olympiagold und dann zwei Kinder - nach dem historischen Triumph dachten die Beachvolleyballerinnen Kerry Walsh und Misty May-Treanor gleich an die Familienplanung.

"Ich hoffe, ich werde nach den Spielen schnell schwanger", sagt Walsh.

Im stömenden Regen hatten die Amerikanerinnen zuvor mit einem 2:0 (21:18, 21:18) gegen Tian Jia/Wang (China) zum zweiten Mal nach 2004 Olympiagold gewonnen.

Das ist im Strandsport noch niemandem gelungen, und so atmen die Gegner auf, dass die Olympiasieger nun eine Babypause einlegen wollen.

Erst Gold, dann Kind

Seit über einem Jahr und über 100 Spielen sind die dreimaligen Weltmeisterinnen ungeschlagen. Zeit für andere Ziele. "Ich nehme mit dem Kind ein Jahr frei, dann komme ich auf die Tour zurück", meint Walsh, deren Ehemann Casey Jennings ebenfalls Beach-Profi ist: "Das schöne auf den Beach-Turnieren ist, dass man da einen unbegrenzten Babysitter-Service hat."

May-Treanor denkt ebenfalls an Nachwuchs, ist aber noch nicht sicher, ob sie wirklich wieder am Strand arbeiten will: "Ich würde meine Kinder nicht auf die Tour mitnehmen. Außerdem wäre es schön, mehr Zeit mit meinem Ehemann zu verbringen."

Der heißt Matt Treanor und ist Baseball-Star bei den Florida Marlins. Seine Frau hat in den vergangenen Jahren auf der Welt- und US-Tour fast zwei Millionen Dollar zum Familieneinkommen beigetragen, aber noch wichtiger war ihr die zweite Olympia-Goldmedaille.

"Kerry und ich lieben uns"

"Wow! Ich bin so glücklich und so erleichtert. Zweimal Olympiasieger, das hat noch niemand geschafft", meinte May-Treanor und verriet das Erfolgsgeheimnis des Duos: "Kerry und ich lieben uns."

Dieser Zusammenhalt war auch nötig, denn 12.000 fanatische Chinesen wollten ihre Helden Tian Jia/Wang zum Sieg schreien. "Wir haben uns da draußen wie Krieger gefühlt, es ist so eine Ehre, dieses Gold zu gewinnen. Ich bin so stolz", sagte Walsh und die beiden Siegerinnen hüpften vor Freude.

Chinesische Freiheitsarmee

"Wir haben im Stil der chinesischen Freiheitsarmee gekämpft. Aber unsere Gegnerinnen waren einfach viel stärker als wir", meinte die Verliererin Tian Jia. Mit Silber und Bronze für ihre Landsleute Xue Chen/Zhang Xi (2:0 im Bronzematch gegen die Talita/Renata aus Brasilien) schrieben sie trotzdem Geschichte für die Sandwühler im Reich der Mitte.

Die deutschen Teams Sara Goller/Laura Ludwig und Stephanie Pohl/Okka Rau waren bereits im Achtelfinale gescheitert. Zumindest für letzteres Duo könnte die Familienplanung jetzt auch ein Thema werden.

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