Stefan Kretzschmar, Jens Kruppa und Stefan Pfannmoeller berichten für Sport1 von Olympia - nah am Sportler. Diesmal: Stefan Pfannmoeller trifft Bronze-Langstreckenschwimmer Thomas Lurz.

Peking - Am Donnerstag waren es nur gut zwei Sekunden, die Thomas Lurz über die Zehn-Kilometer-Strecke den Olympia-Sieg kosteten.

Der 28-Jährige musste sich lediglich dem Niederländer Maarten van der Weijden und dem Briten David Davies geschlagen geben.

Von der Silberplakette trennte ihn gar nur eine halbe Sekunde, doch Lurz vergoss auch über den dritten Platz Tränen der Freude und widmete den Erfolg seinem verstorbenen Vater.

Grandiose Leistung

Stefan Pfannmoeller von den Netzathleten traf Netzathleten-Mitglied Lurz nach seinem Bronzemedaille-Gewinn:

Was für ein Rennen! Nach zehn Kilometern Freischwimmen lagen die ersten drei Athleten doch tatsächlich nur zweieinhalb Sekunden auseinander! Wahnsinn bei der Distanz! Und mittendrin in diesem packenden Finish: Unser Thomas Lurz!

Eine grandiose Leistung, vor allem wenn man das Hauen und Stechen auf den letzten 500 Metern verfolgt hat. Und was sagt unser Thomas zu dem Gefecht im Wasser?

"Ist halt kein Kuschelparadies"

Das: "Klar, es ist echt keine Seltenheit, dass man mal einen Ellenbogen oder Fuß abbekommt, aber Langstreckenschwimmen ist halt kein Kuschelparadies".

Da springt auch schon seine Schwägerin Annika Lurz, selbst Olympiateilnehmerin, dazu und ergänzt: "Ach was, das war schon brutal wie er auf den letzten Metern geblockt wurde!"

Ändern kann man nun sowieso nichts mehr, und der guten Stimmung im Gespräch tut es auch keinen Abbruch.

"Wirklich nervig und sinnlos"

Interessant fand ich aber vor allem, was sich wohl inmitten des Rennens abspielte: Gerade Schwimmer, die nichts mit der Medaillenvergabe zu tun haben, halten und behindern andere Athleten.

Wo da wohl der Sinn liegt? Ob vielleicht Geld fließt für gezielte Behinderungen?

"Na das würde ich auch mal gern wissen, ist zumindest wirklich nervig und sinnlos!", wundert sich Thomas.

"Muss erstmal zu Beckmann"

Aber trotzdem ist er glücklich mit seiner Bronze-Medaille, die hat er sich auch im wahrsten Sinne des Wortes erkämpft, und so eine Medaille muss natürlich gefeiert werden. Wo wird es hingehen? Direkt in das Pekinger Nachtleben?

"Liebend gerne würde ich jetzt schon feiern, aber erst einmal muss ich zu Beckmann. Da trau ich mich nicht schon jetzt anzufangen", lacht Thomas.

"Hoffentlich bin ich nach dem Auftritt noch fit genug zum Feiern", sagt er mit einem Augenzwinkern. Aber da mache ich mir mal keine Sorgen, einfach ein cooler Typ, der Thomas!

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