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Christian Ahlmann hat Hongkong bereits wieder verlassen © getty

Die B-Probe von Ahlmanns Pferd Cöster wird geöffnet. Das FEI-Tribunal will bis Anfang Oktober mögliche Strafen aussprechen.

Hongkong - Im Veterinär-Labor des Hongkong Jockey Clubs wurde am Freitag die B-Probe des 15 Jahre alten Wallachs Cöster von Springreiter Christian Ahlmann geöffnet.

"Alle Formalitäten wurden eingehalten. Der nächste Schritt kann folgen", sagte der deutsche Delegationsleiter Reinhard Wendt.

Ahlmann war wie drei weitere Reiter von den Olympischen Spielen in Hongkong suspendiert worden, nachdem bei ihren Pferden jeweils in der A-Probe Rückstände des verbotenen Wirkstoffes Capsaicin festgestellt worden waren.

Nolting als Zeuge

Vertreten wurde die Deutsche Reiterliche Vereinigung FN bei der Öffnung der Probe durch Tierarzt Björn Nolting, der als Zeuge den Vorgang beobachtete.

In der Vergangenheit war es im Reitsport beim Öffnen von Proben immer wieder zu formalen Fehlern gekommen, die am Ende die Auswertungen anfechtbar gemacht hatten.

Anhörung mit Ahlmann

Das Ergebnis der B-Probe soll laut Welt-Reiterverband FEI innerhalb der nächsten sieben Tage vorliegen. "Ich gehe davon aus, dass wir schon in drei, vier Tagen Bescheid wissen", sagte Wendt.

Für die darauffolgende Woche hat die FEI eine Anhörung mit Ahlmann und den anderen Reitern angesetzt. Das FEI-Tribunal wird dann spätestens bis Anfang Oktober mögliche Strafen aussprechen.

Auch Hansen gesperrt

Die positiven A-Proben wurden nach dem ersten Springen im Nationenpreis am vergangenen Sonntag entnommen. Das Quartett wurde gemäß der neuen FEI-Regeln sofort suspendiert.

Neben Ahlmann waren das der Brasilianer Bernardo Alves mit seinem Pferd Chupa Chup, Denis Lynch (Irland) mit Latinus und Tony Andre Hansen (Norwegen) mit Camiro. Sollten sich die A-Proben bestätigen, müssten die Ergebnisse des Mannschaftsspringens neu berechnet werden.

Taifun über Hongkong

Derweil tobte am Freitag ein Taifun der Stärke acht durch Hongkong und legte Teile des öffentlichen Lebens lahm.

Nahezu die komplette deutsche Delegation konnte nicht wie geplant nach Deutschland zurückfliegen und musste den Aufenthalt in der Olympia-Stadt zunächst verlängern.

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