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Kein Durchkommen: Philip Dalhausser blockt erfolgreich © getty

Das Beachvolleyball-Duo Todd Rogers/Philip Dalhausser wird im Sand von Peking im Finale seiner Favoritenrolle gerecht.

Peking - "Professor" Todd Rogers und "Biest" Philip Dahlhausser haben den USA das zweite Beachvolleyball-Gold in Peking beschert.

Am Tag nach dem historischen zweiten Olympiasieg von Kerri Walsh/Misty May-Treanor triumphierten die Weltmeister mit 2:1 (23:21, 17:21, 15:4) gegen die Brasilianer Marcio Araujo/Fabio Luiz.

Die Goldgewinner hatten im Viertelfinale die Medaillenhoffnungen der letzten Deutschen David Klemperer/Eric Koreng beendet und dabei zwei Satzbälle abgewehrt.

"Ich bin auf Wolke 9. Das ist das beste Gefühl, was ich in meinem Leben jemals hatte. Einfach unglaublich gut", meinte Dalhausser.

12.000 Fans feiern US-Boys

Nach dem Triumph umarmte sich das so ungleiche Duo - Glatzkopf Dalhausser ist 2,06 Meter groß und Bartträger Rogers nur 1,87 Meter - überglücklich und fiel den Sand.

Dann herzten sie ihre Frauen auf der Tribüne und ließen sich vor 12.000 Fans im sonnenüberfluteten Chaoyang Park mit der US-Fahne feiern.

Erster Matchball sitzt

Im entscheidenden dritten Satz zog eine Serie von überragenden Blöcken von Dalhausser, der wegen seiner Krakenarme das "Biest" genannt wird, den brasilianischen Außenseitern den Zahn.

So beförderte er auch den ersten Matchball gleich ins brasilianische Feld und bedankte sich dann bei "Professor" Rogers, der wieder einmal die richtige Strategie ausgetüftelt hatte. "Der beste Beachvolleyballer der Welt blockt und ich klatsche, lache und juble", erklärte Rogers grinsend das Erfolgsgeheimnis.

Medaillensammlung komplett

Bronze holten die Athen-Olympiasieger Ricardo/Emanuel mit einem 2:0 (21:15, 21:10) gegen ihre für Georgien startenden Landsleute Geor/Gia.

Ricardo komplettierte nach Silber 2000 und Gold 2004 damit seine olympische Medaillensammlung.

Deutsche enttäuschten

Das olympische Beachvolleyballturnier im Chaoyang Park war mit über 250.000 Zuschauern ein voller Erfolg - allerdings nicht für die deutschen Teams.

Statt der anvisierten zweiten Medaille der Geschichte war der fünfte Platz von David Klemperer/Eric Koreng das beste Resultat. Stephanie Pohl/Okka Rau, Sara Goller/Laura Ludwig scheiterten im Achtelfinale, für die als Goldanwärter angetretenen Julius Brink/Christoph Dieckmann war schon in der Vorrunde Endstation.

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