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Der Gold-Vierer mit Fanny Fischer als Schlagfrau © getty

Goldener Freitag: Der Viererkajak mit Fanny Fischer an der Spitze gewinnt über 500 Meter, dann legt der Zweierkajak der Männer nach.

Peking - Zum vierten Mal in Folge hat der Viererkajak der deutschen Rennkanutinnen die olympische Goldmedaille gewonnen.

Das Boot mit Fanny Fischer, Nicole Rheinhardt, Katrin Wagner-Augustin und Conny Waßmuth setzte sich in einem Start-Ziel-Sieg ungefährdet vor dem ewigen Rivalen Ungarn durch. Bronze ging an Australien.

Für Katrin Wagner-Augustin war es bereits das vierte Olympia-Gold ihrer Karriere.

Kurz danach jubelten die deutschen Kanuten noch einmal: Martin Hollstein/Andreas Ihle (Neubrandenburg/Magdeburg) setzten sich im Zweierkajak über 1000 Meter durch.

Sie verwiesen im Knudsen/Rene Poulsen (Dänemark) und Andrea Facchin/Antonio Scaduto (Italien) auf die Plätze.

Bronze für Männer-Vierer

Der deutsche Viererkajak der Männer gewann über 1000 m Bronze.

Das Quartett mit Lutz Altepost, Norman Bröckl, Torsten Eckbrett und Björn Goldschmidt musste sich in einem spannenden Endspurt um Platz zwei den Slowaken nur um 83 Hundertstelsekunden geschlagen geben. Gold ging überlegen an Weißrussland.

Gold knapp verpasst

Das Canadier-Duo Christian Gille aus Leipzig und Tomasz Wilenzek aus Essen verpasste vier Jahre nach seinem Triumph von Athen das erneute Gold über 1000 m hauchdünn. Die Favoriten mussten sich nach einem furiosen Start im packenden Schlussspurt den Weißrussen Andrej und Alexander Bahdanowitsch um die Winzigkeit von gut zwei Zehntelsekunden geschlagen geben.

Bronze holten sich die Ungarn György Kozmann und Tamas Kiss.

Wylenzek aus Klinik entlassen

Dann aber überschlugen sich die Ereignisse: Wylenzek erlitt wenige Minuten nach dem Gewinn der olympischen Silbermedaille im Zweier-Canadier einen Kreislaufkollaps und wurde in ein Krankenhaus in Peking eingeliefert. Er konnte das Krankenhaus aber nach einstündiger Behandlung wieder verlassen.

Der 25-Jährige war infundiert worden und kehrte danach in sein Quartier im Olympischen Dorf zurück. Ob er im 500-m-Rennen am Samstag starten kann, soll erst nach einem EKG entschieden werden.

"Mir geht es gut, ich will am Samstag starten. Ich habe noch mehr Biss, weil es beim ersten Versuch nicht Gold geworden ist", erklärte Wylenzek.

Ohne Chance

Zuvor belegte der dreimalige Kanu-Olympiasieger Andreas Dittmer im Einer-Canadier über 1000 m nur den achten und vorletzten Finalplatz.

Der gesundheitlich angeschlagene Neubrandenburger lag am Ende mehr als sieben Sekunden hinter dem Athen-Dritten Attila Vajda aus Ungarn.

Silber ging an Athen-Olympiasieger David Cal aus Spanien vor dem Kanadier Thomas Hall.

Dittmer gewinnt 42 Medaillen

Nach dem Rennen bestätigte Dittmer seinen Rücktritt. "Das war sicherlich mein letzter Auftritt auf der großen Wettkampfbühne", sagte der 36-jährige Neubrandenburger.

"Natürlich wäre ich lieber mit einer Medaille abgetreten."

Der achtmalige Weltmeister Dittmer gewann in seiner Laufbahn seit 1991 insgesamt 42 Medaillen bei Sommerspielen und internationalen Meisterschaften.

Hoff wird Fünfter

Tim Brabants hatte die erste Goldmedaille bei den Kanu-Wettbewerben in Peking gewonnen. Der Brite setzte sich im Einerkajak über 1000 m in 3:26,323 Minuten vor Athen-Sieger Eirik Veraas Larsen aus Norwegen durch, der mehr als eine Sekunde langsamer war.

Dritter wurde der Australier Ken Wallace.

Der Kölner Max Hoff belegte mit einem Rückstand von knapp zwei Sekunden auf den Bronzerang den fünften Platz.

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