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Der Fall des Leichtathletik-Trainers Werner Goldmann wird nach den Spielen neu behandelt © imago

Die Steiner-Kommission des DOSB geht Doping-Vorwürfen gegen einen Schwimm-Trainer und zwei Leichtathletik-Trainer nach.

Peking - Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) will den Doping-Vorwürfen gegen drei Trainer der deutschen Olympia-Mannschaft nachgehen.

Das erklärte DOSB-Generaldirektor Michael Vesper in Peking.

Das Trio soll nach einem Bericht des "ZDF" in das ehemalige ostdeutsche Dopingsystem verstrickt gewesen sein.

Dabei handelt es sich um einen Übungsleiter aus dem Schwimmen und zwei aus der Leichtathletik.

Die Nominierungsrichtlinien des DOSB sehen vor, dass dopingbelastete Betreuer und Ärzte nicht in die Olympia-Mannschaft berufen werden.

Alle Nominierten mussten eine Ehrenerklärung unterschreiben, dass sie niemals mit Doping zu tun hatten. Sollte sich hinterher das Gegenteil herausstellen, müssen die Überführten unter anderem die Kosten ihrer Olympia-Teilnahme tragen.

Fall Goldmann wird neu behandelt

Für die Überprüfung der Vorwürfe ist die vom DOSB ins Leben gerufene sogenannte Steiner-Kommission zuständig.

Sie beschäftigte sich im Vorfeld schon mit dem Fall des Leichtathletik-Trainers Werner Goldmann.

Der ehemalige Kugelstoßer Gerd Jacobs hatte diesem öffentlich vorgeworfen, ihm in der DDR Dopingmittel verabreicht zu haben. Goldmann dementierte vor der Steiner-Kommission.

Der Verband entschied aus Zeitmangel, ihn mit nach Peking zu nehmen. Sein Fall wird im Nachhinein erneut behandelt.

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