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In Athen 2004 belegten die deutschen Wasserballer den fünften Platz © getty

Die deutschen Wasserballer spielen in Peking nur um Platz neun. Die Zukunft des Bundestrainers Hagen Stamm ist ungewiss.

Peking - Deutschlands Wasserballer spielen bei Olympia in Peking nur um Platz neun.

Die Mannschaft von Bundestrainer Hagen Stamm, die vor vier Jahren in Athen Rang fünf belegt hatte, unterlag in der Platzierungsrunde Griechenland mit 9:13 (3:3, 1:3, 2:4, 3:3).

Zum Abschluss trifft die Auswahl des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) am Sonntag (3.30 Uhr MESZ) auf Italien, das mit 16:17 nach Fünfmeterschießen gegen Australien verlor.

"Wir sind uns der Tragweite dieser Niederlage durchaus bewusst, denn so sind wir nicht einmal mehr in der erweiterten Weltspitze", erklärte Stamm nach der vierten Niederlage im sechsten Spiel selbstkritisch: "Wir bekommen die Jungs vom Kopf her einfach nicht mehr hoch."

Stamms Zukunft unsicher

Wie schon im gesamten Turnierverlauf konnte das DSV-Team auch gegen Griechenland nicht überzeugen.

Damit wird die Zukunft von Stamm immer ungewisser. "Es wird einen Neuaufbau geben. Ich hätte schon Lust darauf, aber ich weiß es noch nicht", sagte der ehemalige Weltklasse-Center.

Stamm will in den nächsten Wochen überlegen, ob er den auslaufenden Vertrag verlängern will, und hat angekündigt, in seine Entscheidung auch die Auftritte seines Teams in den letzten Spielen in Peking einfließen zu lassen.

Nossek bester Werfer

Bester deutscher Werfer war der künftige Italien-Profi Heiko Nossek.

Die weiteren Treffer erzielten Russland-"Legionär" Thomas Schertwitis (2), der Duisburger Tobias Kreuzmann (2) sowie Andreas Schlotterbeck und Moritz Oeler vom deutschen Rekordmeister Wasserfreunde Spandau. Auf der Gegenseite war Georgios Ntoskas gleich sechsmal erfolgreich.

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