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Ronald Rauhe (v.) und Tim Wieskötter holten sich 2004 in Athen den Olympia-Sieg © imago

Herbe Enttäuschung für die Kanuten: Rauhe/Wieskötter kassieren im Kajak-Zweier ihre erste Niederlage seit acht Jahren.

Peking - Die Top-Favoriten Ronald Rauhe und Tim Wieskötter haben in Peking den 500-m-Olympiasieg im Zweierkajak verpasst und Silber geholt.

Die Olympiasieger von Athen mussten sich im Finale in 1:28,827 Minuten den Spaniern Saul Craviotto/Carlos Perez (1:28,736) geschlagen geben.

Bronze holten die Weißrussen Raman Piatruschenka und Wadsim Machneu. Damit kassierten die Potsdamer bei Sommerspielen und Weltmeisterschaften ihre erste Niederlage seit ihrer Bronzemedaille 2000 in Sydney.

Am Samstag gab es keine deutsche Goldmedaille mehr für die Kanuten. Fanny Fischer und Nicole Reinhardt verpassten nach ihrer Goldmedaille mit den Viererkajak im Zweier-Rennen eine Medaille.

Beim Olympiasieg der Ungarn Katalin Kovacs/Natasa Janic, die ihren Erfolg von Athen wiederholten, musste sich das deutsche Duo aus Potsdam und Lampertheim mit Rang vier zufrieden geben. Beata Mikolajczyk/Aneta Konienczna aus Polen holten Silber, Bronze ging an Marie Delattre/Anne-Laure Viard aus Frankreich.

Wylenzek am Start

Die Zweier-Canadier Christian Gille und Tomasz Wylenzek gewannen einen Tag nach ihrer Silber-Medaille im 1000-m-Rennen über 500 m Bronze geholt.

Sie mussten sich in 1:41,964 Minuten den Chinesen Meng Guanliang und Yang Wenjun (1:41,025), die ihren Olympiasieg von Athen wiederholten, und Sergej Ulegin/Alexander Kostoglod aus Russland (1:41,282) geschlagen geben.

Wylenzek hatte am Freitag nach dem Rennen einen Kreislaufkollaps erlitten, konnte aber nach intensiven Untersuchungen starten.

Bronze für Wagner-Augustin

Katrin Wagner-Augustin verpasste im Einer-Kajak ihren insgesamt fünften Olympiasieg, gewann aber Bronze.

Die Potsdamerin musste sich in 1:51,022 Minuten der Ukrainerin Inna Osipenko-Radomska (1:50,673) und der bereits 43 Jahre alten Italienerin Josefa Idem (1:50,677) geschlagen geben.

Idem holte damit 24 Jahre nach ihrer ersten Medaille in Los Angeles erneut Edelmetall - mit einem solchen Abstand schaffte es im Kanu nur Birgit Fischer.

Wallace überrascht

Zuvor hatte der Australier Ken Wallace überraschend die Einerkajak-Konkurrenz über 500 m gewonnen. Der WM-Vierte setzte sich in 1:37,252 Minuten vor Athen-Gewinner Adam van Koeverden aus Kanada (1:37,630) und 1000-m-Olympiasieger Tim Brabants (Großbritannien/1:37,671) durch.

Das Finale fand ohne deutsche Beteiligung statt. Jonas Ems aus Essen war im Halbfinale ausgeschieden.

Opalew als Dittmer-Nachfolger

Der Russe Maxim Opalew trat derweil die Nachfolge des Neubrandenburgers Andreas Dittmer als 500-m-Olympiasieger im Einer-Canadier an.

Der Bronze-Gewinner von Athen setzte sich souverän in 1:47,140 Minuten vor David Cal aus Spanien (1:48,397), der vor vier Jahren die 1000-m-Distanz gewonnen hatte, und dem Ukrainer Juri Tscheban (1:48,766) durch.

Dittmer war im Halbfinale ausgeschieden.

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