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Superschwergewichtler Matthias Steiner verlor nach dem goldenen Versuch die Fassung © getty

Das Abschlusszeugnis von Sport1.de nach 19 Tagen Olympia: Welche Sportarten verdienten sich die Bestnoten? Welche fielen ab?

Von Michael Schwartz

München - Nach 19 Tagen olympischer Wettkämpfe steht für die deutsche Mannschaft der fünfte Platz im Medaillenspiegel zu Buche, ein Platz höher als vier Jahre zuvor.

Auch in der zweiten Woche war vieles Gold, was glänzte. 16 Olympia-Siege landeten die deutschen Athleten, drei mehr als 2004 in Athen. Daher blieben die Australier, die fünf Medaillen mehr einheimsten, diesmal hinter den Deutschen.

Den strahlendsten Triumph in den vergangegen sieben Tagen feierte der Gewichtheber Matthias Steiner, andere blieben jedoch im Schatten vergangener Erfolge. Die wohl größte Enttäuschung mussten die Handball-Weltmeister mit ihrem Vorrunden-Aus verkraften.

Wie nach der ersten Woche (hier geht's zur Zwischenbenotung ) stellt Sport1.de den einzelnen Sportarten ein Zeugnis aus.

Badminton: Keine Wettkämpfe in Woche 2. Note: 3+

Basketball:Keine Wettkämpfe deutscher Athleten in Woche 2. Note: 4-

Bogenschießen:Keine Wettkämpfe in Woche 2. Note: 4

Boxen: Keine Wettkämpfe deutscher Athleten in Woche 2. Note: 4

Fechten:Keine Wettkämpfe in Woche 2. Note: 1-

Fußball:Das DFB-Team und der Halbfinal-Fluch: Zum dritten Mal in Serie scheitern die deutschen Frauen in der Vorschlussrunde. Diesmal geben sie gegen Brasilien eine 1:0-Führung aus der Hand, gehen am Ende unter. Immerhin holen sie mit dem 2:0 gegen Japan Bronze. Ein versöhnliches Ende. Die Platzierung ist okay, das Auftreten auf dem Platz war es vor allem in der Offensive nicht immer. Note: 2-

Gewichtheben:Es gab eine Medaillenhoffnung: Matthias Steiner. Und der gebürtige Österreicher wuchs im Superschwergewicht über sich hinaus. Mit dem letzten Versuch holt er Gold, auf dem Podest zeigt er das Bild seiner verstorbenen Frau und sorgt damit für den emotionalsten Moment der Spiele. Auch wegen der Dramaturgie: Note: 1

Handball:Aus für die Frauen in der Vorrunde, Aus für die Männer in der Vorrunde: Die als Gold-Anwärter gehandelten Teams enttäuschen auf ganzer Linie. Den Männern gelingt es nicht, die Ausfälle zu kompensieren. Bei 5:5 Punkten fehlen zwar nur ein paar Tore zum Weiterkommen, was möglich gewesen wäre, zeigt aber der Verlauf des Turniers. Note: 6

Hockey:Die Frauen erreichen das Minimalziel und ziehen ins Halbfinale ein, geben dann aber gegen China zweimal eine Führung aus der Hand. Im Spiel um Platz 3 enttäuschen sie gegen Argentinien und fahren mit leeren Händen nach Hause. Die deutsche Fahne im Hockey - und bis auf Fußball in allen Mannschaftssportarten - halten die Männer hoch, die nach einem Siebenmeter-Thriller das Halbfinale gegen die Niederlande überstehen und sich im Endspiel gegen Spanien mit Kampf- und Teamgeist Gold verdienen sowie dem DHB die Note: 1-

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