vergrößernverkleinern
© getty

Auf die Kritik von IOC-Präsident Jacques Rogge sagt der Dreifach-Weltrekordler: "Es ist mir egal, was irgendjemand denkt oder sagt."

Peking - Nach dem dritten Gold und dem dritten Weltrekord hielt sich Usain Bolt endgültig für unbesiegbar.

Weil er mit seinem Mundwerk offenbar genauso schnell ist wie mit seinen langen Beinen, schreckte er auch vor dem Herrscher des Olymp nicht zurück.

"Es ist mir egal, was irgendjemand denkt oder sagt", meinte er nach seinem historischen Staffellauf. Der "irgendjemand" ist freilich nicht irgendjemand, sondern IOC-Präsident Jacques Rogge.

Ermahnung an Bolt

Rogge hatte Bolt ermahnt, er solle bitteschön mehr Respekt gegenüber seinen Rivalen zeigen und nicht unbedingt den Eindruck erwecken, er mache sich über sie lustig.

"Die Leute lieben das. Die wollen mich sehen. Ich gehe einfach raus und biete ihnen eine Show", meinte der 22 Jahre alte Jamaikaner.

Der IOC-Präsident hatte ihm auch einen Mangel an Reife attestiert, Bolt aber sagt: "So bin ich, ich werde mich nicht ändern."

Große Show mit Feuerwerk am Schluss

Die große Show des Usain Bolt und seiner Sportkameraden aus Jamaika ging in Peking natürlich mit einem Feuerwerk zu Ende.

Den Weltrekorden über 100 Meter (9,69) und 200 Meter (19,30) ließ der schnellste Mann dieses Planeten im fast perfekten Zusammenspiel mit Nesta Carter, Michael Frater sowie Schlussläufer Asafa Powell einen dritten folgen.

Eine Bitte an die "Jungs"

37,10 Sekunden für 4x100 Meter, gewaltige 3 Zehntel schneller als die US-Staffel bei der WM 1993 in Stuttgart. Er habe "die Jungs" gebeten, ihm auch noch zum dritten Rekord zu verhelfen, "und sie haben's gepackt", berichtete Bolt.

Damit steht er jetzt sogar noch eine Stufe über jenen drei Läufern, die vor ihm 100, 200 und 4x100 Meter bei Olympia gewannen: Im Gegensatz zu Jesse Owens (1936 Berlin), Bobby Morrow (1956 Melbourne) sowie Carl Lewis (1984 Los Angeles) rannte der neue König der Sprinter jeweils noch mit Weltrekord zur Goldmedaille.

"Wir werden jeden Weltrekord behalten"

"Wir sind begeistert, dass wir den Weltrekord mit zurück nach Jamaika nehmen können", sagte Asafa Powell, der vor Bolt in 9,74 der schnellste Mann der Welt gewesen war, und er ergänzte: "Jamaika ist die Sprint-Weltmacht, und wir werden jeden Weltrekord behalten. "

Bei den Frauen müssten sie sich die Bestmarken freilich erst mal holen - gehalten werden sie von der verstorbenen Florence Griffith-Joyner (100/10,49 und 200/21,34) und einer DDR-Staffel (4x100/41,37).

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel